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Messe: Was genau versteht man darunter?

Im weitesten Sinne ist eine Messe eine Ausstellung bzw. Warenschau. Die Besonderheit jedoch ist, dass hier Waren gekauft, geordert oder bestellt werden können. Es handelt sich also um eine zeitlich eingeschränkte (beispielsweise zwei Wochen andauernde) Marketing-Veranstaltung, die meist wiederkehrender Natur ist, (wie beispielsweise einmal jährlich etc.). Deutschland gilt weltweit als führender und größter Messestandort.

Besucher können sich ein Bild von einer Marktsituation machen, vergleichen, was die Hersteller bieten und welche Neuerungen es auf einem bestimmten Gebiet gibt. Für die Aussteller geht es um die Pflege bestimmter Kundenkontakte, aber auch die Akquise neuer Kunden. Sie wollen zudem ihren Bekanntheitsgrad steigern und sich mit anderen Unternehmen der Branche austauschen.

Die Messestandorte, die noch heute eine große Bedeutung haben, wie Frankfurt am Main oder Leipzig entstanden durch ihren Standort an den Knotenpunkten großer Handelswege. Die heute üblichen Mustermessen entstanden etwa Mitte des 19. Jahrhunderts. Diese Art der Messe, Muster auszustellen, die dann bestellt werden können, nahm immer mehr zu. Seit 1895 führte die Leipziger Messe den offiziellen Namen „Mustermesse“.

Seit jener Zeit nahm auch die Bedeutung der „Weltausstellungen“ zu. Diese hatten zu dieser Zeit auch eine Funktion als „Marketing“-Strategie, und wurden von deutschen Firmen viel genutzt. Typisch war jedoch damals, dass die Messen viele Themen umfassten. Erst in den 20er Jahren kamen die Fachmessen auf, wie sie heute üblich sind (z.B. Buchmesse).

In der Folge etablierten sich, vor allem nach dem II.Weltkrieg, einige Messegelände, die heute zu den größten der Welt zählen. So hat Hannover die größte Hallenkapazität in Deutschland, gefolgt von der Messe Frankfurt und der Kölnmesse. Die größten Freigelände gibt es auf der Messe München und der in Berlin sowie in Mannheim. Das einzig große Messgelände im Osten der Republik, Leipzig, steht in beiden Rankings auf Platz 9. Hier werden vor allem Handelsmessen durchgeführt, wobei eine der Hallen als Veranstaltungsort beispielsweise für Konzerte genutzt werden kann.