Stellenangebote für Abgasnachbehandlung

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Abgasnachbehandlung: Was genau versteht man darunter?

Abgasnachbehandlungen sind Verfahren, mit denen Abgase bereinigt werden können. Verbrennungsgase, die aus Brennkammern in die Außenluft gehen, werden so abgefangen und chemisch, katalytisch oder mechanisch gereinigt. Dadurch ist die Luftbelastung durch die Abgase um ein Vielfaches geringer.

Schadstofflimits einzuhalten, wie sie in unterschiedlichen Gesetzlichkeiten existieren, sind nur mit der Abgasnachbehandlung möglich. Seit Mitte der 80er Jahre wird in Deutschland für Fahrzeuge mit Ottomotor der Katalysator (KAT) vorgeschrieben, der ebenfalls eine Abgasnachbehandlung vornimmt. Erst seit Kurzem gibt es auch für Dieselmotoren vergleichbar Methoden, die die Abgasminderung vorantreiben.

Auch in industriellen Zweigen wird eine Abgasnachbehandlung vorgenommen. Beispielsweise die Rauchgasentschwefelung im Wärmekraftwerk.

Die selektive katalytische Reduktion ist beispielsweise eine Technik, mit der Stickoxide in Abgasen von Feuerungsanlagen reduziert werden können. Industrieanlagen verschiedener Art, wie Müllverbrennungen oder Gasturbinen können so sauberer arbeiten. Dabei werden Stickoxide wesentlich gesenkt, während unerwünschte Nebenreaktionen wie die Oxidation von Schwefeldioxid weitgehend unterdrückt werden. Dazu benötigt man Ammoniak, welches zum Abgas gemischt wird. Dadurch entstehen Wasser und Stickstoff.

Eine noch relativ junge Entwicklung ist ein Katalysator mit Aktivkohle. Außerdem gibt es bei dem Verfahren weitere technische Nebenreaktionen, wie der Abbau von Furanen und Dioxinen.

Die Anlagen, bei denen Ammoniak zugesetzt und zur Umwandlung zu Wasser und Stickstoff genutzt wird, werden DeNO-x-Anlagen genannt. Dieses SCR-Verfahren hat sich in Deutschland durchgesetzt und wird gegenüber Beispielen wie dem mit Aktivkohle vorgezogen. Dabei werden drei Verfahren unterschieden: High-Dust, Low-Dust und Tail-End.

Als Beispiel sei High-Dust genauer beleuchtet: hier wird eine hohe Temperatur von über 300 ° benötigt, die aber ohnehin im Rauchgas vorhanden sind. Die Entstickung der Rauchgase wird zwischen Speisevorwärmung und Luftvorwärmer gesetzt. Quecksilberentfernungen sind damit sehr gut möglich. Die Rauchgasentschwefelung ist hierbei allerdings noch nicht vorgesehen. Andere Verfahren sind in diesem Punk besser geeignet. Alle haben derzeit noch Vor-und Nachteile, wobei daran permanent entwickelt wird.