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 Allergologie: Was genau versteht man darunter?

In den industrialisierten Ländern sind Allergien auf dem Vormarsch: die Zahl der Allergiker hat sich in den vergangenen Jahrzehnte mehr als verdoppelt. Es wird geschätzt, dass jeder dritte Deutsche schon einmal eine hyperaktive Immunreaktion erfahren hat, immer häufiger sind auch Kinder betroffen. Da Allergien und die ihnen zugrunde liegenden Vorgänge heute in weitreichendem Maße erforscht sind, kann den Betroffenen mit entsprechenden Therapien geholfen werden. Die medizinische Fachrichtung, die sich mit der Entstehung und der Behandlung von Allergien beschäftigt, ist die Allergologie.

Da die Lehre von den Allergien in Deutschland kein verbindlicher Teil des Medizinstudiums ist, müssen Ärzte, die auf dem Gebiet der Allergologie tätig werden möchten, eine Zusatzausbildung absolvieren. Allergische Reaktionen, für die ein krankhaft hyperaktives Immunsystem verantwortlich ist, können sich in unterschiedlichen Bereichen des Körpers bemerkbar machen. So können Allergien beispielsweise Beschwerden auf der Haut oder in den Atemwegen auslösen. Entsprechend werden die jeweiligen Symptome von Dermatologen, Hals-Nasen-Ohren-Ärzten und Lungenfachärzten behandelt. Unter den Allergologen sind es vorrangig diese Fachärzte, die eine Zusatzqualifikation erworben haben. Bei der Suche nach einem qualifizierten Spezialisten kann der Hausarzt behilflich sein.

Die Feststellung, ob und gegen welche Substanzen eine Allergie vorliegt, erfolgt mit Hilfe eines Allergietests. Beim so genannten Prick-Test trägt der Arzt verschiedene Allergene auf die Innenseite des Unterarms auf und ritzt die Haut mit einer feinen Lanzette oberflächlich an. Auf diese Weise können allergieauslösende Stoffe identifiziert werden. Die anschließende Behandlung, die sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren erstreckt besteht darin, dem Patienten das Allergen in steigender Dosierung unter die Haut zu spritzen, um eine allmähliche Gewöhnung des Körpers an die betreffende Substanz zu erzielen. Diese Therapie wird Hyposensibilisierung genannt.

Besteht Verdacht auf eine Kontaktallergie kann der so genannte Epikutantest Gewissheit verschaffen. Hierbei klebt der auf Allergologie spezialisierte Arzt dem Patienten ein Pflaster auf den Rücken, welches den Stoff enthält, der als Auslöser der Kontaktallergie vermutet wird. Nach 24, 48 und 72 Stunden wird die Hautreaktion kontrolliert; ein positives Ergebnis gibt Aufschluss darüber, ob der entsprechende Stoff in Zukunft zu meiden ist.