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Altersvorsorge: Was genau versteht man darunter?

Unter dem Begriff der Altersvorsorge werden alle Maßnahmen genannt, die man während des Lebens trifft, um im Alter bzw. nach Ende der Erwerbstätigkeit seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Die Anfänge der Altersvorsorge lagen in der Großfamilie, in der die leistungsfähige Generation die Ältere mitversorgte und für Sachleistungen sorgte. Etwa seit dem 17. Jahrhundert kamen erste Pensionssysteme auf (damals zunächst für Staats-und Militärangehörige), die sich im Laufe der Industrialisierung zu einem Rentensystem entwickelten.

Die heutige Altersvorsorge in Deutschland beruht auf der gesetzlichen Vorsorge in Form der gesetzlichen Rentenversicherung, einer eventuell ergänzenden Alterssicherung, wie beispielsweise einer betrieblichen Altersvorsorge, bzw. auf privater Vorsorge in Form von Ansparungen, Wertpapieren, Lebensversicherungen, privaten Rentenversicherungen oder Immobilienbesitz.

Die gesetzliche Rentenversicherung basiert auf dem Umlageverfahren. Das heißt, dass die jetzt eingezahlten Rentenversicherungsbeiträge nicht personengebunden angespart werden, sondern für die jetzigen Rentner ausgezahlt werden. Dieser sogenannte Generationenvertrag sieht vor, dass die jeweils erwerbstätige Generation für die ältere, nicht mehr erwerbstätige Generation (über die Rentenversicherungskasse) zahlt.

Aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung und der geringeren nachfolgenden Generation sind Einschnitte nötig, wie die Kürzung von Rentenleistungen bzw. die Erhöhung der Beiträge.

Die bisher gültige Altersgrenze von 65 hat sich schrittweise erhöht, sodass Arbeitnehmer ab dem Jahrgang 1964 erst mit 67 Anspruch auf die Rentenzahlung haben. Jeder Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme führt zu einem Rentenabschlag von 0,3%, der dann lebenslang bestehen bleibt.

Das Betriebsrentengesetz sieht vor, dass für eine betriebliche Vorsorge verschiedene Wege zulässig sind, wie Unterstützungskasse, Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse bzw. Direktzusage. Der Anspruch der Leistung besteht hierbei gegenüber dem Arbeitgeber, wobei der Arbeitnehmer keinen Einfluss auf die Wahl der Rentenart hat.

Für die private Vorsorge stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, beispielsweise die sogenannte Riester-Rente oder die Rürup-Rente, die staatliche gefördert werden. Nicht gefördert werden Rentenvorsorgen wie Fondssparplan oder Immobilienbesitz.