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Das Wort Anatomie stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet soviel wie “aufschneiden”, “zerschneiden” oder “zergliedern”. Aus medizinischer Sicht ist die Anatomie die Lehre vom äußeren und inneren Aufbau des Körpers. Dabei unterscheidet man zwischen der makroskopischen Anatomie, die sich mit solchen Strukturen beschäftigt, die mit dem bloßen Auge erkennbar sind, und der mikroskopischen Anatomie, welche sich der Feinstruktur der Gewebe, sprich der Histologie widmet. Weitere Teilgebiete sind die Embryologie, die die Entwicklung des Embryos betrachtet, die Neuroanatomie, die sich mit dem Aufbau des Nervensystems befasst, und die Zellanatomie, in der es um den Aufbau der Zellen und Zellorganellen geht. Überschneidungen mit der Anatomie gibt es zudem in zwei Teilbereichen der Pathologie, nämlich der pathologischen Anatomie, die sich mit krankhaft veränderten Körperteilen beschäftigt,  und der Histopathologie, die die feingeweblichen Aspekte von krankhaften Veränderungen des Körpers untersucht.

 

Mesopotamische Keilschriften lassen darauf schließen, dass sie Babylonier und Sumerer bereits im vierten Jahrtausend v. Chr. über anatomische Grundkenntnisse verfügten. In einzelnen Kulturen, in erster Linie bei den Ägyptern, entwickelten sich erstaunliche Fertigkeiten im Umgang mit Leichen, doch bestand in der Antike insofern ein Hemmnis für die Entwicklung der Anatomie, als dass der Körper von Toten vielerorts als unantastbar galt. Aristoteles, Empedokles und Hippokrates gewannen im antiken Griechenland systematische Erkenntnisse aus der Sektion von toten Tieren und Totgeborenen. Diese Untersuchungen beruhten jedoch eher auf naturwissenschaftlichem denn auf medizinischem Interesse.

 

Der griechische Arzt Galenos von Pergamom entwickelte im zweiten Jahrhundert n.Chr. eine umfassende Krankheitslehre. Als medizinischer Betreuer von Gladiatoren unter Kaiser Commodus konnte er die Anatomie des Menschen studieren, außerdem beruhten seine Erkenntnisse auf Studien mit Schweinen und Affen. Galens Schriften bildeten die Grundlage für zahlreiche Werke des Mittelalters. Andres Vesalius, der im 16. Jahrhundert das umfassende Werk „De humani corporis fabrica“ verfasste, gilt als Begründer der modernen Anatomie.

 

Die Anatomie hat seit dem 15. Jahrhundert stets auch einen hohen Stellenwert in der Ausbildung von bildenden Künstlern eingenommen. Das Studium umfasste bei Künstlern wie Dürer, Michelangelo, Raffael und auch Sektionen an Menschen und Tieren. Da Vincis Studien und Darstellungen übertrafen sogar die des einige Jahrzehnte später geborenen des flämischen Anatoms Vesalius an Genauigkeit.