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Archivar: Was genau macht man in diesem Beruf?

Ein Archivar befasst sich mit Archivgut – er bewertet und erfasst es, ordnet und katalogisiert, aber er kümmert sich auch um die sachgerechte Lagerung und um dessen Erhaltung. Die Archivare sind in Museen tätig, in Archiven und Bibliotheken, in Medienunternehmen aber auch an Forschungsinstituten. In der ehemaligen DDR gab es den Beruf unter der Bezeichnung Diplom-Archivar.

Um sich für die Tätigkeit zu qualifizieren, muss ein Studium der Archivwissenschaft abgeschlossen worden sein. Dies kann grundständig studiert werden, aber auch weiterführend. Wird eine Führungsposition angestrebt, oder will man in Wissenschaft und Lehre tätig sein, wird mindestens der Master-Abschluss verlangt, oder sogar eine Promotion bzw. Habilitation.

Wer sich für diese Tätigkeit interessiert, sollte verwaltend-organisatorische Arbeiten mögen, aber auch Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeiten haben. Zu den Arbeiten gehören inhaltliches und formales Beschreiben von Dokumenten, Inventarisieren von Unterlagen, Dokumentationen der Befragungsergebnisse im Rahmen von „Oral-History“-Projekten und vieles mehr. Auch die Analyse alter Schrifterzeugnisse und Konservierungs-sowie Erhaltungsmöglichkeiten müssen bekannt sein.

Zum Job gehört es, Informationsmanagementsysteme zu pflegen, in Fachdatenbanken zu recherchieren und Ähnliches mehr. Wichtige Kompetenzen sind Bestandsaufbau und Bestandspflege, Kenntnisse in Geschichte, Katalogisieren, Systematisieren, das Organisieren und Aufbauen von Ausstellungen, Bildungsarbeit, Lehrtätigkeiten, Signieren, Kenntnisse über Sphragistik und Öffentlichkeitsarbeit sowie vieles mehr.

Während des Studiums lernen die Archivare, Quellenmaterial auszuwerten, historische Objekte zu konservieren und anderes. Dabei sollte ein vertieftes Interesse an alten Dingen bestehen, da es sich fast ausschließlich um Schriften, Möbel oder Interieur handelt, welches uralt ist.

Aufstiegsweiterbildungen sind das weiterführende Studium nach einem Bachelor-Abschluss, um den Master-Abschluss zu erreichen, aber auch Studien der Bibliothekswissenschaft und der Informationswissenschaft.

Der Trend des Berufes geht zum digitalen Sammlungsmanagement. Denn Archive jeder Art gehen derzeit dazu über, Bestände systematisch zu digitalisieren und in Datenbanken zu erfassen. Auch erfolgt häufig eine Veröffentlichung im Internet. Fachleute entwickeln Strategien des digitalen Sammlungsmanagements, damit Ausstellungsstücke weltweit für Interessierte sichtbar werden.