Fachkraft für Lebensmitteltechnik: Ausbildung, Aufgaben & Gehalt

Fachkraft für Lebensmitteltechnik: Ausbildung, Aufgaben & Gehalt

Berufsleben | 19.02.2024

Eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik stellt aus diversen Rohstoffen Halbfertig- und Fertigprodukte her. Erfahren Sie hier alles Wichtige über diesen spannenden Beruf.

Ein guter Geschmack für jeden Tag

Eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik ist ein sehr wichtiger Beruf in der Lebensmittelindustrie, denn diese Mitarbeiter sorgen täglich für die industrielle Herstellung von Getränken und Lebensmitteln. An automatisierten Produktionsanlagen stellen sie aus Rohstoffen und Hilfsstoffen wie etwa Gewürzen vielfältige verkaufsfertige Lebensmittel her. Dabei arbeiten Sie immer exakt nach vorgegebenen Rezepten, um den gleichbleibenden Geschmack und die Qualität der Produkte ermöglichen zu können. Neben der Lebensmittelproduktion kümmern sich die Mitarbeiter auch um die Warenannahme, um die Überprüfung dieser sowie um eine fachgerechte Lagerung. Bei allen Arbeitsschritten wird zudem auf die Einhaltung der geltenden Hygienebestimmungen im Lebensmittelbereich geachtet.

In Ihrem Berufsalltag als Fachkraft für Lebensmitteltechnik können Sie sich auf jede Menge Vielfalt und Abwechslung freuen. Mit diversen Aufgaben gestalten Sie jeden Arbeitstag anders. Sie arbeiten hauptsächlich in der Produktionshalle, doch ebenso im Labor sowie im Büro. Sie überwachen alle Arbeitsabläufe, einschließlich der Verpackung aller fertigen Produkte. Bei eventuellen Abweichungen in der Produktion greifen Sie im Sinne der Qualitätssicherung sofort ein.

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über diesen facettenreichen Beruf – von den Qualifikationen der Fachkraft für Lebensmitteltechnik über die Aufgaben bis hin zur monatlichen Vergütung.

„Fachkraft für Lebensmitteltechnik“ (m/w/d) – das Wichtigste auf einen Blick

  • Fachkräfte für Lebensmitteltechnik (m/w/d) arbeiten in vielen verschiedenen Betrieben, die für die Herstellung von Lebensmitteln zuständig sind, so beispielsweise in industriellen Großbäckereien oder in Molkereibetrieben. Als Fachkraft in der Lebensmittelverarbeitung können Sie aber auch in der Fisch-, Fleisch-, Gemüse- oder Obstverarbeitung sowie in der Getränkeindustrie tätig sein.
  • Sie organisieren den Prozess der Lebensmittelverarbeitung und überzeugen sich auch von der Qualität der fertigen Nahrungsmittel, denn schließlich sollen nur die besten Produkte im Supermarkt landen.
  • Die Qualitätskontrolle von Produkten erfolgt einerseits über die Entnahme von Proben und zum anderen durch Verkostungen.
  • Der Herstellungsprozess von industriell gefertigten Lebensmitteln erfolgt mithilfe von automatisierten Anlagen. Zur Bedienung dieser Geräte braucht eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik ein gutes technisches Verständnis.
  • In diesem Beruf müssen Fachkräfte die Produktionsmaschinen nicht nur bedienen, sondern auch überwachen, warten und pflegen können.
  • Neben der Produktion verkaufsfertiger Lebensmittel nehmen Sie Waren an und führen eine Qualitätssicherung dieser Waren durch. Sie kümmern sich zudem um die richtige Lagerung und achten bei ihrer Arbeit immer auf die Lebensmittelhygienevorschriften.
  • Fachkräfte für Lebensmitteltechnik planen auch den Einsatz von Personal.
  • Die Ausbildung zur Fachkraft dauert generell drei Jahre und umfasst sowohl Fachkenntnisse über Lebensmittel sowie Lebensmittelinhaltsstoffe als auch die Bedienung von Anlagen.
  • Für die Bewerbung auf Ausbildungsplätze empfiehlt es sich, die verschiedenen Betriebe zu kontaktieren und die Bewerbungsunterlagen per E-Mail zuzusenden.

Was macht eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik?

Die Berufsbezeichnung lautet „Fachkraft für Lebensmitteltechnik“. Hiervon zu unterscheiden ist der „staatlich geprüfte Lebensmitteltechniker“ sowie die „Fachkraft für Lebensmitteltechnologie“: Auch wenn die Berufsbezeichnungen sehr ähnlich klingen, handelt es sich doch um verschiedene Berufsbilder.

Als Fachkraft für Lebensmitteltechnik überwachen Sie den kompletten Lebensmittelherstellungs- und Verarbeitungsprozess – angefangen von der Warenannahme der Rohstoffe über die industrielle Verarbeitung bis hin zur Prüfung der Qualität des fertig verpackten Endprodukts.

Mögliche Arbeitsfelder:

  • Industrielle Großbetriebe
  • Molkereibetriebe
  • In Betrieben der Fleisch-, Fisch-, Gemüse- oder Obstverarbeitung
  • In Betrieben der Getränkeindustrie
  • In der industriellen Herstellung von Lebensmitteln wie etwa Süßwaren oder Babynahrung.
  • Teilweise können Fachkräfte für Lebensmitteltechnik auch in Laboren arbeiten.

Anforderungen & Qualifikationen: Welche Skills sollte eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik mitbringen?

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zur „Fachkraft für Lebensmitteltechnik“ können Sie frei für sich entscheiden, an welchem Arbeitsort Sie gerne tätig sein möchten. Dieser Beruf ist sehr spannend und facettenreich, jedoch auch anspruchsvoll. Aus diesem Grund sollten Interessenten für diesen Ausbildungsberuf einige grundlegende Voraussetzungen erfüllen.

Allgemeine Informationen, Voraussetzungen und Zertifikate

  • Die Ausbildungszeit dauert drei Jahre. Bei einer dualen Ausbildung wechseln sich Phasen in der Berufsschule sowie im Betrieb ab. Bei einer schulischen Ausbildung erlernen Sie Theorie und Praxis in einer Fachakademie oder Berufsschule.
  • Für den Beginn der Ausbildung ist rechtlich keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis vergeben Betriebe jedoch Ausbildungsplätze überwiegend an Auszubildende, die über einen mittleren Bildungsabschluss (Mittlere Reife) verfügen.
  • Damit alle Nahrungsmittel im perfekten Zustand die Produktionshallen verlassen, steht Hygiene an oberster Stelle. Aus diesem Grund tragen Sie berufstypische Arbeitskleidung, das heißt Arbeitskittel, Handschuhe, Kopfbedeckung und Mundschutz.
  • Nach der Abschlussprüfung dürfen Sie den Berufstitel „Staatlich anerkannte Fachkraft für Lebensmitteltechnik“ führen.
  • Die Ausbildung im Betrieb ist für die Auszubildenden kostenfrei. Unter Umständen entstehen Kosten für Lernmittel, Berufskleidung, Fahrten zur Ausbildungsstätte oder für eine auswärtige Unterbringung.
  • Eine abgeschlossene Ausbildung als Maschinen- und Anlagenführer mit dem Schwerpunkt Lebensmitteltechnik kann auf die Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik angerechnet werden.

Schulische & fachliche Voraussetzungen

  • Ein gewisses technisches Verständnis und grundlegende Kenntnisse in bestimmten Schulfächern sind für das erfolgreiche Absolvieren der Berufsausbildung von Vorteil:
  • Sie sind im Berufsalltag für die korrekte Umsetzung der Rezepte zuständig. So müssen Sie beispielsweise während der Ausbildung zur Fachkraft verschiedene Mischverhältnisse ausrechnen können. Hierfür sind gute Mathematik-Grundkenntnisse von Vorteil.
  • Kenntnisse aus dem Schulfach Chemie können Ihnen bei der Überprüfung und Verarbeitung der verschiedenen Hilfsstoffe und Rohstoffe eine Hilfe sein.
  • In Ihrem Berufsalltag kann es durchaus auch vorkommen, dass Sie selbst entscheiden werden, wie ein Lebensmittel verarbeitet oder haltbar gemacht wird. Dafür ist ein Interesse am Schulfach Biologie von Vorteil.
  • Da Sie sehr viel mit Maschinen arbeiten, sollten Sie ein gutes Verständnis für technische und handwerkliche Dinge mitbringen.

Körperliche Voraussetzungen

Die Ausübung des Berufs kann auch bestimmte körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die folgenden Angaben müssen aber nicht zwingend für jedes Profil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.

  • Robuste Gesundheit, um beispielsweise bei Kälte, Hitze oder auch bei erhöhter Feuchtigkeit in Labors, Produktionshallen, Verpackungsräumen sowie Kühlräumen arbeiten zu können.
  • Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände, zum Beispiel um Lebensmittel zu verpacken, Maschinen zu demontieren oder zu reinigen.
  • Nahsehvermögen (auch korrigiert), etwa für die Überwachung von Prozessabläufen.
  • Intakter Geschmacks- und Geruchsinn, um beispielsweise Geruchstests im Rahmen der Qualitätskontrolle durchzuführen.
  • Gesunde, widerstandsfähige Haut an Armen und Händen, denn im Berufsalltag kommen Fachkräfte für Lebensmitteltechnik mit Mehl, verschiedenen Chemikalien, Reinigungs- und Desinfektionsmitteln in Kontakt. Zudem gehört auch das Tragen von Schutzhandschuhen zum Berufsalltag dazu.
  • Gesunde Lunge und Atemwege, um etwa mit Chemikalien umgehen zu können.

Hinweis: Die genannten Informationen sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung kann nur durch eine ärztliche Untersuchung festgestellt werden.

Persönliche Kompetenzen – Soft Skills

Einige persönliche Kompetenzen – sogenannte Soft Skills – sind für alle Berufe in gleichem Maße relevant und werden aus diesem Grund nicht eigens erwähnt. Hierzu gehören etwa Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Pünktlichkeit, Kritikfähigkeit und auch angemessene Umgangsformen. Darüber hinaus werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Beruf ausüben zu können:

  • Einsatzbereitschaft und Leistungsbereitschaft, etwa zum ausdauernden und tatkräftigen Einsatz bei der Arbeit an Abfüll- und Verpackungsmaschinen, um die fertigen Nahrungsmittel termingerecht sowie in den erforderlichen Mengen bereithalten zu können.
  • Sorgfalt (zum Beispiel für hygienisches Arbeiten, für ein genaues Einhalten von Rezepturen sowie für die Durchführung von Fertigungskontrollen).
  • Verantwortungsbewusstsein während der Arbeit, etwa für das Einhalten lebensmittelrechtlicher Vorschriften, um die Verbraucher nicht zu gefährden.
  • Entscheidungsfähigkeit, um bei schwerwiegenden Störungen während der Herstellung von Fertiggerichten, Backwaren oder Konserven in automatisierten Produktionsanlagen schnell eingreifen zu können.
  • Selbstständige Arbeitsweise, etwa für ein eigenständiges Erledigen der Aufgaben während der Durchführung von Fertigungskontrollen.

Fachkraft für Lebensmitteltechnik Ausbildung – Dauer & Inhalte

Findet die Ausbildung in Vollzeit statt, so beträgt die Ausbildungsdauer zwei, drei oder dreieinhalb Jahre. Wird im Berufsausbildungsvertrag eine Vereinbarung getroffen, kann die Ausbildung ggf. auch in Teilzeit durchgeführt werden.

Der Unterricht in der Berufsschule findet entweder an ein oder zwei Tagen in der Woche oder als Block-Unterricht statt.

Inhaltsschwerpunkte im Praxisbetrieb

  • Bereitstellung von Rohstoffen, Hilfs- und Zusatzstoffen, Halbfabrikaten und Fertigprodukten unter wirtschaftlichen und fertigungstechnischen Gesichtspunkten sowie Vorbereitung für die Produktion nach den gültigen Rezepturen.
  • Fertigprodukte und Verpackungsmaterialien nach fertigungstechnischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten bereitstellen.
  • Anwendung betriebsbezogener und rechtlicher Vorgaben im Qualitätsmanagement.
  • Roh-, Zusatz- und Hilfsstoffe, Halbfabrikate und Fertigprodukte qualitätserhaltend sowie unter Berücksichtigung logistischer Gesichtspunkte lagern.
  • Kontrolle von Rohstoffen, Hilfs- und Zusatzstoffen, Halbfabrikaten sowie Fertigprodukten auf Menge, Beschaffenheit und Gewicht.
  • Ermittlung, Bestellung und Annahme des Materialbedarfs
  • Anwendung von Verpackungstechniken
  • Produktions- und Konservierungsprozesse unter Berücksichtigung betriebsbezogener und verfahrenstechnischer Vorschriften steuern und überwachen.
  • Störungen in der Produktion oder im Verpackungsprozess feststellen und ggf. nach den geltenden Sicherheitsvorgaben im Unternehmen eingreifen.
  • Arbeitsergebnisse kontrollieren und bewerten.

Während der gesamten Ausbildung erwerben Sie zudem Kenntnisse über Grundthemen wie zum Beispiel:

  • Rechte und Pflichten während der Ausbildung
  • Umweltschutz
  • Ausbildungsbetriebsorganisation

Inhaltsschwerpunkte in der Berufsschule

In der Berufsschule werden Fachkenntnisse in berufsspezifischen Lernfeldern erworben. Hierzu gehören:

  • Produktentwicklung planen und präsentieren
  • Lebensmittelinhaltsstoffe untersuchen
  • Lebensmittel richtig konservieren
  • Allgemeinbildende Fächer wie zum Beispiel Deutsch, Sozialkunde und Wirtschaftskunde.

Tätigkeiten, Aufgaben & Verantwortungsbereiche der Fachkraft für Lebensmitteltechnik

  • Sie arbeiten hauptsächlich mit Maschinen in der Werkhalle, doch auch im Labor oder im Büro. So übernehmen Sie beispielsweise die Annahme und die Überprüfung neuer Ware. Insbesondere die Überprüfung neuer Ware ist eine sehr wichtige Aufgabe, denn die Rohstoffe bestimmen schließlich den Geschmack und auch die Qualität der fertigen Lebensmittel.
  • Im Rahmen der Qualitätskontrolle nehmen Sie diverse Proben für Labortests, mit denen schließlich die Rohstoffe auf ihre Zusammensetzung hin untersucht werden, so etwa auf den Säuregehalt.
  • Nach der Laborarbeit geht es zurück in die Werkhalle. Auch hier werden regelmäßige Kontrollen für ein Plus an Sicherheit durchgeführt.
  • Insbesondere bei Naturrohstoffen wie Gemüse und Obst ist eine fortlaufende Anpassung an die Produktionsabläufe notwendig. Schließlich können beispielsweise Orangen unterschiedlich fest sein und auch mal mehr oder weniger süß im Geschmack ausfallen.
  • Durch gezielte Anpassungen können Sie als Fachkraft für Lebensmitteltechnik diesen Unterschieden entgegenwirken, sodass der Konsument dennoch immer denselben Geschmack und die gleiche Qualität erhält.

Folgende Aufgaben fallen in den täglichen Verantwortungsbereich:

Rohwaren, Fertigerzeugnisse und Halbfertigprodukte annehmen:

  • Gelieferte Waren auf Menge, Gewicht und Qualität prüfen.
  • Materialdispositionen durchführen

Lebensmittelproduktion

  • Lebensmittel maschinell vorbehandeln (Reinigung, Trocknung, zerkleinern, schälen, usw.)
  • Rohwaren und Zusatzstoffe sowie Halbfabrikate nach vorgegebenen Herstellungsverfahren und Rezepturen bearbeiten.
  • Speisen und Getränke konservieren, zum Beispiel dämpfen, pasteurisieren, sterilisieren oder schockfrosten.
  • Waren lagern und richtig verpacken.

Produktionsanlagen & Maschinen im Unternehmen bedienen und überwachen.

  • Steuerung und Kontrolle der Prozessabläufe
  • Bei Störungen eingreifen.
  • Wartung und Reinigung von Geräten und Anlagen (z. B. technische Umrüst- und Wartungsarbeiten, Reinigung von Rohrleitungssystemen, Behälter desinfizieren usw.)

Qualitätskontrollen bei der Produktion durchführen

  • Proben entnehmen
  • Labortests vornehmen
  • Geruchstests und Geschmackstests durchführen

Hygienevorschriften beachten, insbesondere beim Umgang mit Fisch und Fleisch.

 

Gehalt & Ausbildungsvergütung: Was verdient eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik?

Als Fachkraft für Lebensmitteltechnik können Sie in der Ausbildung durchschnittlich mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:

1. Ausbildungsjahr: 821-1.133 Euro

2. Ausbildungsjahr: 908-1.270 Euro

3. Ausbildungsjahr: 1.031-1.446 Euro

Der Beruf „Fachkraft für Lebensmitteltechnik“ zählt im Allgemeinen nicht zu bestbezahlten Berufen hierzulande, doch nach der Ausbildung können Sie dennoch mit einer guten Vergütung punkten. Die Vergütung richtet sich auch danach, ob die Praxisstätte an Tarifvereinbarungen gebunden ist. Auch die Branche und die Region, in der sich das Unternehmen befindet, in dem Sie tätig sind, spielt eine Rolle.

Bei einer Ausbildung in einem tarifgebundenen Betrieb ist die Vergütung als Fachkraft für Lebensmitteltechnik vertraglich festgelegt. Je nach Branche und Bundesland gelten jedoch ganz unterschiedliche Tarifverträge. (Quelle: https://planet-beruf.de/fileadmin/assets/PDF/BKB/3898.pdf)

Nach Ihrer Ausbildung zur Fachkraft im Bereich Lebensmitteltechnik können Sie mit einem höheren Monatsverdienst rechnen. Vielleicht werden Sie von Ihrem Ausbildungsbetrieb sogar direkt übernommen. Als Fachkraft für Lebensmitteltechnik können Sie mit einem Einstiegsgehalt von 1.900 bis 2.400 Euro brutto pro Monat rechnen. Auch hier spielt die Branche, die Region sowie die Unternehmensgröße jedoch eine Rolle. Eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik, die über etwas Berufserfahrung verfügt, verdient im Schnitt zwischen 2.200 und 2.600 Euro brutto.

(Quelle: https://www.ausbildung.de/berufe/fachkraft-lebensmitteltechnik/).

Arbeitszeitmodelle und Schichtdienst

Fachkräfte für Lebensmitteltechnik haben in der Regel eine 40-Stunden-Woche. Das bedeutet, dass Sie 8 Stunden an 5 Wochentagen arbeiten. Als Fachkraft für Lebensmitteltechnik sollten Sie jedoch flexibel sein und auch bereit sein, im Schichtdienst mitzuarbeiten. Große industrielle Produktionsanlagen laufen rund um die Uhr, sodass von einer Fachkraft Schichtarbeit erwartet wird.

Karriereperspektiven und Aufstiegsmöglichkeiten

Bei Anpassungsfortbildungen geht es vor allem darum, das Know-how als Fachkraft auf dem aktuellen Stand zu halten, um so immer wieder Neuentwicklungen in Bereichen wie Lebensmittelhygiene, Lebensmittelrecht, Anlagen- und Maschinenbetrieb kennenzulernen.

Wenn Sie Interesse daran haben, die Karriereleiter weiter nach oben zu klettern, sollten Sie sich für eine Aufstiegsfortbildung entscheiden. Hier können Sie beispielsweise folgende Weiterbildungen anschließen:

  • Industriemeister – Lebensmittel
  • Techniker – Lebensmitteltechnik
  • Industriemeister – Fruchtsaft und Getränke
  • Wenn Sie Interesse an einem Studium haben, können Sie auch zwischen folgenden Studiengängen wählen:
  • Lebensmitteltechnologie
  • Wirtschaftsingenieurwesen
  • Ernährungswissenschaft

Arbeitsmarkt und Jobaussichten

Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung im Bereich „Fachkraft für Lebensmitteltechnik“ legen Sie einen wichtigen Grundstein für Ihre spätere Karriere. Je nachdem, was genau Sie interessiert und was Sie insgesamt beruflich erreichen möchten, können Sie sich auch auf diverse Fachbereiche spezialisieren und sich entsprechend weiterbilden. Für eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik finden sich am Markt viele interessante Stellen. Lassen Sie sich über die interessantesten Stellenanzeigen bequem per E-Mail benachrichtigen.

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Dr. Hans-Peter Luippold

Autor: Dr. Hans-Peter Luippold

Dr. Hans-Peter Luippold studierte Betriebswirtschaft in Freiburg und Köln und sammelte als Führungskraft bei Daimler, Volkswagen, Lufthansa, Wella und Vorwerk Erfahrungen in allen wesentlichen Unternehmensbereichen. Seit April 2000 ist er als Unternehmens- und Personalberater in Frankfurt am Main tätig. Er hält regelmäßig Vorträge und lehrt zu den Themen Erfolg und Karriere. Vernetzen Sie sich mit ihm über Xing und LinkedIn.