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Clearing: Was genau versteht man darunter?

Clearing wird in der Wirtschaft als Sammelbegriff benutzt für mehrere Saldierungs-und Aufrechnungsverfahren zwischen Wirtschaftssubjekten. Clearingsysteme haben heute eine große Bedeutung im Internetbankenhandel, der große Volumen transferiert. Erklärt wird dies so: „Das Clearingsystem ist ein Medium zur rechtsverbindlichen Übertragung von Zahlungsmitteln… zwischen Wirtschaftssubjekten unter gleichzeitiger Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Vertragspartnern“.

Da das Clearingsystem überall dort gebraucht wird, wo es massenhafte Zahlungsvorgänge gibt, ist es vor allem in Konzernen und im Bankwesen der Fall. Innerhalb von Konzernen spricht man von Industrieclearing, wobei konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten aufgerechnet werden. Die Muttergesellschaft übernimmt damit eine arbeitstägliche Abrechnung bzw. Verrechnung für den ganzen Konzern. Das schafft die Möglichkeit, dass der Konzern alle Liquidität nutzt, die vorhanden ist, bevor er an den öffentlichen Geldmarkt herantritt. Dafür ist der ständige Ausgleich zwischen den Konzernteilen nötig, um den Überblick zu erhalten.

Im Bankwesen agiert die Europäische Zentralbank als Clearinghaus und stellt gegenseitige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Lieferverpflichtungen dar. Im bargeldlosen Zahlungsverkehr ist die Zentralbank zuständig, bei Devisen die CLS-Bank sowie bei Wertpapieren ein Zentralverwahrer. Clearingstellen existieren unter anderem bei Terminbörsen; an der deutschen Eurex ist die Eurex-Clearing-AG dafür verantwortlich, eine Tochtergesellschaft von Clearstream.

Es gibt drei Clearingstufen: internes Clearing, wie beispielsweise innerhalb einer Filialbank, das bilaterale Clearing, an dem zwei Kreditinstitute beteiligt sind, sowie das multilaterale Clearing, wie das Echtzeit-Bruttoabwicklungssystem TARGET2.

Der wirtschaftliche Vorteil dieses Vorgehens ist, dass die Sicherheit der Marktteilnehmer steigt, da das Ausfallrisiko minimiert wird. Dass das Gegenparteiausfallrisiko sehr gering ist liegt daran, dass manche Zentralbanken insolvenzunfähig sind (wie auch die Deutsche Bundesbank), oder andere günstige Aspekte aufweisen.

In der Wirtschaft wird zwischen Netto- und Bruttoclearing unterschieden. Beim Nettoclearing wird aus Forderungen und Verbindlichkeiten jeweils ein Saldo gebildet, der dann durch eine Zahlung ausgeglichen wird. Beim Bruttoclearing wird jeder Vorgang bezahlt.