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Stellenangebote Abfallwirtschaft

Entsorgung ist mehr als Müllabfuhr und Abwasser

Müll und Abfall waren schon immer das größte Problem im Entsorgungs-Kreislauf und ist heute mehr den je eine Herausforderung. Nicht alles, was wir wegwerfen, ist nicht mehr brauchbar, weswegen das Thema Recycling mehr und mehr an Bedeutung zunimmt. Wertstoffe zu recyceln ist umweltfreundlich und ressourcenschonend. Deswegen sind Berufe im Bereich der Abfallwirtschaft zukunftsträchtig und  entsprechend gibt es zahlreiche Stellenangebote für Arbeit im sogenannten Bereich der Entsorgung. Ein wichtiges Gebiet ist dabei auf das Abwasser, das in entsprechenden Anlagen – Kläranlagen – gesäubert wird.

Abfallwirtschaft gestern und heute

Während mit Abfall in früheren Jahren, mit dem Entsorgungs-Kreislauf, oft sehr sorglos umgegangen wurde, hat im Rahmen der Ende des 20. Jahrhunderts aufkommenden Umweltschutz-Diskussion auch das Thema Abfall-Entsorgung an Wichtigkeit gewonnen. Dazu gehört natürlich auch, dass neue technische Möglichkeiten und Anlagen erfunden und entwickelt wurden, die den Entsorgungs-Kreislauf in der heutigen Form erst ermöglichten. Außerdem ist es, zumindest in entwickelten Ländern, nicht mehr üblich, mit guten Gewissen den Müll einfach in den Wald zu werfen, wie das unsere Vorfahren gemacht haben.

Welche Ausbildungsmöglichkeiten bietet die Abfallwirtschaft?

Auch zum Thema Entsorgungskreislauf und Abfallwirtschaft gibt es einige Berufe und Studiengänge. Einer davon ist das grundständige Studienfach Abfall- und Entsorgungstechnik, welches es auch weiterführend gibt. Hier wird wissenschaftliches und praktisches Wissen in Physik und Mathematik sowie Chemie vermittelt. Der Studiengang schließt mit dem „Bachelor“ ab.

Welche Studieninhalte gibt es?

Die Studieninhalte sind beispielsweise Abwasser-Technik und Recht, Physik und Ökologie, Umweltmanagement und Öko-Audit sowie BWL. Weiterhin geht es um Geologie und Bodenmechanik, Genehmigungs- und Bewilligungsverfahren sowie CAD-Anwendungen.

Verschieden in den Hochschulen ist der praktische Studieninhalt. Hier werde Praxismodule oder Praktika verlangt; eventuell auch ein Praxissemester. Die im Lebenslauf zu vermerken, kann bei der Bewerbung Vorteile bringen.

Weiterführende Studienfächer können sein: Umwelttechnik, Infrastrukturmanagement oder Abfall- und Entsorgungstechnik in weiterführenden Studien (Abschluss Master).

Vor der Einführung der Bachelor- und Master-Studiengänge gab es einen Abschluss mit Diplom im Bereich der Abfall- und Entsorgungstechnik, der gleichwertig zu sehen ist. Bei all diesen Studiengängen wird eine enge Verbindung geschaffen zwischen Abfallwirtschaft, Wirtschaftslehre und Städteplanung sowie Umwelttechnik.

Ein typischer Ausbildungsberuf von 3 Jahren ist die „Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft“, über die man mit entsprechender beruflicher Weiterbildung später zum „Meister für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Städtereinigung“ aufsteigen kann.

Welche Voraussetzungen sollte man für eine Karriere im Bereich Abfallwirtschaft mitbringen?

Aus schulischer Zeit ist es von Vorteil, wenn vertiefte Kenntnisse in Mathe und Physik, Chemie und Biologie vorliegen. Auch Englisch sowie Wirtschaft und Recht sollten belegt worden sein. Weiterhin ist für den Studiengang erforderlich, die Fachhochschulreife zu besitzen. Ob das gefordert wird, zeigen die Stellenangebote für den jeweiligen Job.

An manchen Hochschulen ist es möglich, eine Zusatzqualifikation zu erwerben. Das kann beispielsweise eine Fremdsprache sein oder Zeitmanagement. Auch Präsentationstechnik ist mitunter im Angebot.

Welche aktuellen und nachgefragten Berufe gibt es?

Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums kann man als Deponieleiter arbeiten, als Ingenieur für Abfallwirtschaft oder auch Ingenieur für Versorgungstechnik. Zu den Aufgaben gehört je nach Arbeitgeber die Planung und Konstruktion von Ver- und Entsorgungstechnik, der Entwurf und die Berechnung von Kessel- und Messeinrichtungen sowie Kostenkalkulationen. Aufgaben in der Bauleitung und bei der Inbetriebnahme können ebenso dazugehören.

Außerdem kann der Arbeitsumfang darauf ausgeweitet werden, dass im Kundendienst oder im Vertrieb gearbeitet wird. Umwelt- und Abfallberatung zum Beispiel in der chemischen Industrie, Krankenhäusern oder Umweltämtern gehören ebenfalls dazu.

Wie Sie aus dem oben gesagten erkennen können, reduziert sich die Karriere im Bereich des Entsorgungskreislaufs nicht nur auf den Müllfahrer und den Abwasser-Entsorger, sondern die Branche hat durchaus interessante und auf die Zukunft ausgerichtete Möglichkeiten eine herausfordernde Arbeit zu erhalten.

Wie viel verdient man in der Abfallwirtschaft?

Bei einem „Abfallbeauftragten“ oder „Entsorgungsberater“ zum Beispiel als Ingenieur der Umwelttechnik oder Abfallwirtschaft kann das Spitzengehalt gut bei 5000 Euro und mehr liegen. Das Durchschnittsgehalt in der Abfallwirtschaft liegt ungefähr bei 2800 Euro je nach Bundesland und kann zum Beispiel in Sachsen oder Mecklenburg-Vorpommern auch deutlich darunter liegen.