Karriere-Risiko Weihnachtsfeier
Jedes Jahr passiert es wieder: Irgendjemand ruiniert auf der betrieblichen Weihnachtsfeier seine Karriere. Damit du dieses Jahr Spaß hast, ohne am Montag danach mit Panik ins Büro zu gehen, habe ich hier die wichtigsten goldenen Regeln für dich. Die Weihnachtsfeier ist nämlich besonders tückisch, weil die Grenzen zwischen einer professionellen Haltung tagsüber und der lockeren Stimmung am Abend schnell verschwimmen können.
Aber genau hier zeigt sich, wie du mit Menschen umgehst, wenn du mal nicht auf der Arbeit bist – und genau hier wirst du auch beobachtet!
Hier sind die 10 goldenen Regeln von Helena, mit denen Du jede Weihnachtsfeier meisterst.
1. Alkohol ist ein Lautsprecher, kein Mutmacher
Merke dir diesen Satz: Alkohol ist kein Mut-Booster, er ist ein Lautsprecher. Du wirst lockerer, dann gesellig, dann ehrlich - manchmal aber leider auch zu ehrlich. Der Vorsatz: „Ich sag jetzt einfach mal ganz ehrlich, was ich denke“ hat schon viele Karrieren zerstört. Trinke mit, aber kontrolliert. Es gibt eine unausgesprochene Faustregel: Für jedes Glas Alkohol trinkst du ein Glas Wasser. Das sieht souverän aus und du behältst die Kontrolle.
2. Sprich mit Menschen und nicht über sie
Die Weihnachtsfeier ist kein Ort für Tratsch. Wenn Kollegen mitbekommen, dass du über andere redest, ist das selten gut. Nutze den Abend lieber, um echte Gespräche zu führen. Du kannst zum Beispiel fragen, wie jemand anders an den Job gekommen ist, oder auf andere Weise Interesse zeigen. Menschen merken nämlich, ob du ehrlich interessiert bist oder nicht.
3. Dress Code: Sei lieber leicht overdressed
Wähle den Dress Code lieber 10 Prozent zu schick als ein Prozent zu lässig. Die Weihnachtsfeier ist kein Serienabend auf dem Sofa. Dein Look zeigt Respekt vor dem Anlass, den Kollegen und vor dir selbst. Sei lieber overdressed und nicht schmuddelig.
4. Handy stecken lassen – keine Stories, kein Content
Das ist wirklich wichtig: Lass das Handy stecken. Keine Stories, keine Videos, keine heimlichen Fotos – erst recht nicht auf Social Media. Der tanzende Chef ist kein Content. Was am Abend vielleicht witzig wirkt, ist am Montag oft das Karriere-Eigentor. Am besten, du bleibst einfach im Moment und lässt das Posten komplett sein.
5. Small Talk ist Pflicht, aber kein Verhör
Hänge nicht den ganzen Abend in derselben Gruppe rum. Nutze die Chance, mit Leuten zu sprechen, mit denen du sonst nie redest. Bleib dabei authentisch und du selbst, denn so entstehen echte Verbindungen und manchmal sogar neue Möglichkeiten. Netzwerken und Sichtbarkeit sind das A&O für deine Karriere.
6. Tanzen ist gut – aber bleib am Boden
Feiern ist erlaubt. Aber alles, was mit Tisch, Stuhl oder irgendetwas anderem zu tun hat, gehört nicht in deinen Tanzstil. Tanze, lache, hab Spaß, aber wenn du dich am Montag in Videos deiner Kollegen siehst und denkst: „Oh, das bin ja ich“, dann war es eventuell zu viel. Locker ja, aber legendär muss nicht sein.
7. Flirten? Lieber lassen!
Die Stimmung ist warm, die Musik läuft, und vielleicht wirkt der eine oder andere Kollege interessant. Aber frage dich: Möchtest du am Montag noch entspannt „Hallo“ sagen können? Meine Einstellung ist hier klar: Flirten auf der Weihnachtsfeier ist ein klares “Not”
8. Sei die beste Version deiner selbst
Authentisch heißt nicht, alles rauszulassen, was du das Jahr über runtergeschluckt hast. Weihnachtsfeiern sind kein Ort für Lebensbeichten oder Dramen. Humor, Offenheit und Leichtigkeit sind gut; Jammern oder Tränen sind nicht angebracht. Wer Spaß hat, ohne Grenzen zu überschreiten, wirkt souverän.
9. Der Abgang zählt
Der letzte Eindruck zählt mehr als der erste. Verabschiede dich freundlich, und bedanke dich zum Beispiel für die Organisation. Geh lieber zehn Minuten zu früh als eine Stunde zu spät. Am Montag erinnert man sich an den Kollegen, der nett, respektvoll, witzig und offen war – und nicht an denjenigen, der blieb, als der DJ eigentlich schon Feierabend hatte.
10. Montag ist der wahre Test
Der wahre Charakter zeigt sich nicht auf der Feier, sondern danach. Wenn du souverän reinkommst, lächelst und einfach weitermachst, hast du alles richtig gemacht. Wenn du aber übertrieben hast und das weißt, dann steh dazu. Ein ehrliches „Hoppla, das war vielleicht ein bisschen übertrieben am Samstag“ ist sympathischer als ein betretenes Schweigen.