Studie zeigt: Die meisten IT-Jobs umfassen inzwischen KI-Skills. Soft Skills werden wichtiger.

Studie zeigt: Die meisten IT-Jobs umfassen inzwischen KI-Skills. Soft Skills werden wichtiger.

News | 24.09.2025

Ohne KI-Skills kommt heute kaum eine IT-Fachkraft mehr aus. Das zeigt eine aktuelle Studie. Ebenso bedeutend ist die Erkenntnis, dass Soft Skills in der Informations- und Kommunikationsbranche immer wichtiger werden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Laut einem Bericht von 2025 schließen mittlerweile 78 % der analysierten IKT-Stellen in den G7-Ländern KI-Kenntnisse ein.
  • Sieben der zehn am schnellsten wachsenden IKT-Berufe stehen im Zusammenhang mit KI, was deren Dominanz auf dem Technologiestellenmarkt unterstreicht.
  • Es besteht ein erheblicher Fachkräftemangel in Bereichen wie generative KI und KI-Sicherheit, während gleichzeitig menschliche Fähigkeiten wie Kommunikation und Führung immer wichtiger werden.

78 Prozent der Rollen in der Informations- und Kommunikationstechnologie erfordern KI-Kenntnisse

Eine neue Studie des AI Workforce Consortium mit dem Titel „ICT in Motion: The Next Wave of AI Integration“ zeigt, dass KI-bezogene Fähigkeiten und Berufsrollen den Arbeitsmarkt im Technologiebereich prägen. Die Untersuchung ergab, dass 78 % der analysierten Informations- und Kommunikationstechnologie-(IKT)-Rollen inzwischen KI-Kenntnisse erfordern. Das Konsortium, das von Cisco geleitet wird und dem unter anderem Accenture, Google, IBM und Microsoft angehören, hat sich zum Ziel gesetzt, in den nächsten zehn Jahren weltweit 95 Millionen Menschen weiterzubilden und umzuschulen.

Die Studie basiert auf der Analyse von Stellenanzeigen aus den G7-Ländern zwischen Juli 2024 und Juni 2025. Sie untersuchte 50 IKT-Rollen und spezialisierte unterstützende Tätigkeiten. Die Ergebnisse zeigen, dass sieben der zehn am schnellsten wachsenden IKT-Berufe einen KI-Bezug haben, darunter KI/ML-Ingenieur, Spezialist für KI-Risiko und -Governance sowie NLP-Ingenieur.

Ein weiterer zentraler Befund ist die gestiegene Nachfrage nach spezialisierten KI-Fähigkeiten. Dazu gehören Kenntnisse in den Bereichen

  • KI-Sicherheit (+298 %)
  • Anpassung von Basismodellen (+267 %)
  • verantwortungsvolle KI (+256 %) und 
  • Multi-Agenten-Systeme (+245 %). 

Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Kompetenzen in KI-Ethik (+125 %) und KI-Governance (+150 %) hoch, was den Bedarf an Fachwissen an der Schnittstelle von Technologie, Recht und Ethik unterstreicht. 

Die Studie identifiziert auch kritische Qualifikationsdefizite in Bereichen wie generativer KI, großen Sprachmodellen (LLMs) und Prompt-Engineering.

Neben den technischen Fähigkeiten wird auch die Bedeutung von menschlichen Kompetenzen wie Kommunikation, Zusammenarbeit und Führung betont. Diese Fähigkeiten werden als wichtig für eine verantwortungsvolle Technologieeinführung angesehen.

Das Wachstum von KI-Arbeitsplätzen wird von Technologiezentren vorangetrieben. Das Silicon Valley führt weltweit das Wachstum mit einem Anstieg von 156 % bei KI-Stellen an, gefolgt von London und Toronto. Auch Städte wie Manchester, Lyon und Vancouver verzeichnen ein starkes Wachstum von jeweils über 70 %.

Vertreter der Mitgliedsunternehmen wie Accenture, IBM und SAP betonten die Notwendigkeit, Mitarbeiter mit den erforderlichen KI-Kenntnissen auszustatten und gleichzeitig ethische und sichere Praktiken zu gewährleisten.

 

Dr. Hans-Peter Luippold

Autor: Dr. Hans-Peter Luippold

Dr. Hans-Peter Luippold studierte Betriebswirtschaft in Freiburg und Köln und sammelte als Führungskraft bei Daimler, Volkswagen, Lufthansa, Wella und Vorwerk Erfahrungen in allen wesentlichen Unternehmensbereichen. Seit April 2000 ist er als Unternehmens- und Personalberater in Frankfurt am Main tätig. Er hält regelmäßig Vorträge und lehrt zu den Themen Erfolg und Karriere. Vernetzen Sie sich mit ihm über Xing und LinkedIn.