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Arabisch: Was wird mit dieser Sprache beruflich erwartet?

Durch die zunehmende Globalisierung sind Fremdsprachen ein immer größerer Vorteil. Besonders solche Sprachen, die hierzulande eher selten gesprochen werden, stehen hoch im Kurs. Dazu gehören die arabischen Sprachen.

Die arabische Sprache wird der afroasiatischen Sprachfamilie zugeordnet und von über 300 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Über 400 Millionen Menschen weltweit sprechen arabisch als Zweit- oder Fremdsprache. Allerdings ist die arabische Weltsprache eine Standardsprache, von der es viele Varianten gibt. Diese Dialekte sind teilweise den unterschiedlichen Staaten zuzuordnen, aber auch verschiedenen Regionen.

Länder, in denen arabisch gesprochen wird, sind beispielsweise Äthiopien, Nigeria, Kuwait, Jordanien, Jemen, Saudi-Arabien, Türkei und Zypern.

Die einzelnen gesprochen arabischen Sprachvarianten sind allerdings so verschieden, dass beispielsweise Filme in anderen arabischsprachigen Ländern untertitelt werden müssen.

Die arabische Sprache hat viele Besonderheiten. So zum Beispiel, dass die Betonung eines Wortes nicht notiert wird. So gibt es keine gesicherten Aussagen über die Betonung einer Silbe. In Europa orientiert man sich diesbezüglich an den Sprachgewohnheiten des Raumes Libanon/Syrien.

Geschrieben wird arabisch von rechts nach links. Das arabische Alphabet kennt nur Langvokale und Konsonanten. Durch die besonderen Schriftzeichen lassen sich arabische Sprachen nur schwierig erlernen, da das Alphabet zunächst völlig neu erlernt werden muss, was in vielen europäischen Sprachen entfällt, da diese mit den gleichen Buchstaben operieren.

Einige deutsche Universitäten und gemeinnützige Weiterbildungseinrichtungen bieten Arabischkurse an. Man kann dort sowohl Kenntnisse über die arabische Sprache und Literatur erhalten, als auch die Sprache für den täglichen Gebrauch erlernen (Hocharabisch). Das steigende Interesse an der arabischen Sprache wird dem Koran zugeschrieben, der für immer mehr Europäer von Interesse ist.

Selbst für Muttersprachler gilt das Erlernen der arabischen Schrift als große Herausforderung. Deshalb wird dort in den ersten zwei Schuljahren jedes Wort mit Vokalisation geschrieben, was auch die Lehrbücher entsprechend zeigen. Später wird ohne Vokalisation geschrieben. Auch die Grammatik wird als äußerst schwierig bezeichnet, sodass auch Muttersprachler einen großen Teil des Arabischunterrichtes damit verbringen.