Mit welchen Kollegen kommen Sie besser zurecht?

Wenn wir morgens das Büro betreten, befinden wir uns plötzlich in einer Parallelwelt zu unserem Privatleben. Während wir in jenem unseren Umgang selbst regeln können, müssen wir im Beruf mit den Kollegentypen auskommen, die einfach da sind. Kollegen unterscheiden sich voneinander. Mit manchen von ihnen kommen Sie gut aus, mit anderen sehr viel weniger. Das wirkt sich deutlich auf die Zufriedenheit im Job aus. Erfahren Sie in unserem Artikel, welche unterschiedlichen Sorten von Kollegen es gibt. Die 10 gängigsten Kollegentypen haben wir unter die Lupe genommen.

Der Streber

Dieser Typus verweist ständig auf seine Leistungen und übererfüllt Forderungen permanent. Dahinter steckt eine grenzenlose Selbstmotivation, die nerven kann. Wie gehen Sie mit ihm um? Ganz einfach: Lassen Sie sich durch sein Hyper-Engagement nicht verunsichern. Er ist für sich allein so rührig, weil sein Aktivitätslevel es ihm vorschreibt. Doch seine Leistung wird nur selten so gewürdigt, wie er es sich wünscht. Bleiben Sie daher bei Ihrem Stil und teilen Sie Ihre Ressourcen vernünftig ein.

Die Büro-Mama

Diese Frau – nur ganz selten haben Männer so einen Charakter – bringt immer wieder Kuchen mit, kümmert sich um den Liebeskummer einer jungen Kollegin und arrangiert bei Firmenfesten das Buffet und die Kaffeetafel. Hinterher erledigt sie freiwillig den Abwasch. Auch bei ihrer Arbeit ist sie durchaus fleißig, was eigentlich zu wenig gewürdigt wird. Sie hat es verdient, ihr ab und zu etwas abzunehmen. Bedanken Sie sich an ihrem Geburtstag mit einem großen Blumenstrauß.

Der Schleimer

Der Charakter dieses Zeitgenossen ist unangenehm, er schleimt sich beim Chef ein. Davon erhofft er sich Karrieresprünge. Ein eigenes Rückgrat hat er nicht, manchmal schmückt er sich mit fremden Federn – nämlich der Arbeitsleistung von Kollegen. Er kann auch gefährlich sein, weil so ein Charakter große Skrupellosigkeit verrät. Begegnen Sie ihm also mit einer gesunden Vorsicht. Die gute Nachricht ist, dass kompetente Vorgesetzte diese Sorte kennen und nicht mögen.

Der Narziss

Narzissmus ist in voller Ausprägung eine echte psychische Störung, im Büroalltag zeigt sie sich im ständigen Betonen der eigenen Leistung. Frauen mit diesem Charakter kleiden und schminken sich unangemessen auffällig, auch Männer tendieren dazu, nur fällt das nicht so sehr auf. Ein Narziss ist zwar gestört, kann aber dennoch mit sehr hohen Leistungen glänzen (anders als der Schleimer). Das fördert im Team sogar die Kreativität, weil es die Kollegen anspornt und einen hohen Unterhaltungswert haben kann.

Der Nörgler

Diese Sorte unter den Kollegentypen ist ständig unzufrieden, was auf eine zumindest latente Depression hindeutet. Im Arbeitsalltag kann das destruktiv sein, weil Nörgler auch neue Projekte reflexartig ablehnen und Verbesserungsvorschläge pauschal verwerfen. Zudem leisten sie bestenfalls Dienst nach Vorschrift. Wenn sie etwas wissen, kann das Know-how veraltet sein. Nichtsdestotrotz sind auch Nörgler bisweilen kompetente Kollegen, daher lässt man sie gewähren. Sie dürfen nur nicht auf die negativen Urteile hereinfallen.

Der Unsichtbare

Hier haben wir einen stillen und unauffälligen Arbeiter, der oft mit großem Pflichtbewusstsein seine Aufgaben erledigt, dabei aber nicht glänzt – weil er lieber unsichtbar bleibt. Wenn Sie ihn näher kennenlernen, werden Sie oft über seine vielen Interessen und Freizeitaktivitäten staunen. Es ist meistens ein innerlich reicher Mensch, der es nicht nötig hat, im Büro aufzufallen. Respektieren Sie seinen Wunsch nach unauffälliger Abgrenzung.

Das Massenmedium

Früher nannte man diese/n Kolleg/in “die Bürozeitung”, auch “Tratschtante” ist ein geläufiger Terminus. Dieser Mensch glaubt alles über die Belegschaft zu wissen und gibt es gern hinter vorgehaltener Hand weiter, was zwar ein Aufreger sein kann, aber auch als sozialer Kitt dient, weil es ein wenig Folklore ins Arbeitsleben bringt. Wer das “Massenmedium” durchschaut, vertraut ihm keine wirklich wichtigen Dinge an.

Der Pedant

Diesen Kollegentypen erkennen Sie an seinem Schreibtisch, wo alles winklig und auf Kante liegt. Dahinter steckt ein zwanghafter Wunsch nach Ordnung. Vielleicht hat diese Person auch einen heimlichen Waschzwang. Ihre Arbeitsweise kann ebenfalls zwanghafte Züge annehmen, denn alles wird streng nach Schema F erledigt. Wenn dabei aber keine Fehler passieren, ist das in Ordnung. Nur sind Pedanten selten kreativ oder große Motivationskünstler.

Der Alleinunterhalter

Freuen Sie sich, wenn Sie so einen Kollegen haben, der wirklich Spaß in den tristen Arbeitsalltag bringt. Er fällt praktisch nie mit schlechter Laune auf und ist im besten Fall zu so viel Selbstreflexion fähig, dass er sein Entertainment im Büro dosiert einsetzt – in den Kaffeepausen, wo sich alle über die Ablenkung freuen. Die Schattenseite kann eine etwas zu geringe Frustrationstoleranz dieses Kollegen sein.

Der Dankbare

Diesen Kollegen, der tatsächlich dankbar für jeden neuen Tag im Büro ist, finden wir manchmal putzig, doch das kann ungerecht sein. Wenn es sich um einen etwas älteren Menschen handelt, können Schicksalsschläge hinter der übergroßen Dankbarkeit stecken. Leider haben auch diese eigentlich angenehmen Kollegen Schattenseiten, denn sie können mit Krisen nur sehr schlecht umgehen. Eine behutsame Distanz zu dieser Person kann nützlich sein. Betonen Sie den Wert der Kollegialität, weichen Sie aber privaten Annäherungsversuchen lieber aus.

Foto  © Flamingo Images adobe stock

Bookmark setzen bei: Twitter Bookmark setzen bei: Facebook Bookmark setzen bei: XING Bookmark setzen bei: LinkedIn