Produktionshelfer

Produktionshelfer: Aufgaben, Gehalt & Karrierechancen

Als Produktionshelferin oder Produktionshelfer erfüllt man eine weitaus größere Aufgabe als das bloße Zuarbeiten an den Vorgesetzten. Man ist ein unverzichtbares 'Zahnrad' im Gefüge des Unternehmens. 

Vor allem in der modernen Industrie ist die Bedeutung des Produktionshelfers besonders ausgeprägt. Der zuständige Schichtleiter oder Vorarbeiter wird mit unterschiedlichen Verpflichtungen betraut, denen er nicht alleine nachkommen kann. Hier leistet ein Produktionshelfer wertvolle Unterstützung. Bei seiner Arbeit im Betrieb ist er an der Herstellung von Gütern nicht unmittelbar, wohl aber sekundär beteiligt: Er trägt die Verantwortung für den Transport, ist für die Bestückung der Verpackungen zuständig und fügt Teile aus Kunststoff oder einem anderen Material zusammen. 

Das Wichtigste auf einen Blick

Berufsbild Produktionshelfer (m w d)

  • Aufgaben und Tätigkeiten: Produktionshelfer unterstützen bei der Herstellung und Verpackung von Produkten, überwachen Maschinen, führen Qualitätskontrollen durch und helfen in der Logistik.
  • Voraussetzungen und Qualifikationen: Keine formale Ausbildung erforderlich, jedoch sind praktische Erfahrung, technisches Verständnis und Teamfähigkeit von Vorteil.
  • Gehalt: Durchschnittlich etwa 2.080 Euro pro Monat, abhängig von Region, Branche und Berufserfahrung.
  • Karrierechancen: Möglichkeiten zur Weiterbildung und Spezialisierung, z.B. durch den Erwerb eines Gabelstaplerführerscheins oder Wechsel in verwandte Bereiche wie Lagerlogistik.
  • Arbeitsbedingungen: Flexibilität und Belastbarkeit erforderlich, Schichtarbeit inklusive Nacht- und Wochenendschichten üblich, variierende Zusatzleistungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld.

Aufgaben eines Produktionshelfers

Als Produktionsmitarbeiter ist man eine wichtige Hilfskraft im Betrieb. Bei der Produktion werden unterschiedliche Vorgänge und Arbeitsschritte zeitgleich durchgeführt. Alle Mitarbeiter verfolgen das Ziel, die produzierten Waren oder Gegenstände fristgerecht in Umlauf zu bringen. 

Allgemeine Tätigkeiten 

Bei den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern ist die Ausrichtung auf die Produktion von Gütern maßgeblich. Produktionshelfer überwachen die Produktionsanlagen, sind für die Montage von Einzelteilen verantwortlich oder halten Rücksprache mit dem Hersteller. Er weist ihnen einen Tätigkeitsbereich zu, in welchem sie die Kollegen unterstützen. 

Spezifische Aufgaben in verschiedenen Branchen 

Die Arbeit als Produktionshelfer gliedert sich in die Bereiche der Logistik, der Überwachung und der Produktion. Je nach Vorgabe des Arbeitgebers sind die Helfer für einen bestimmten Bereich zuständig oder helfen nach Bedarf in den Abteilungen, wo Unterstützung gebraucht wird. 

Als Fachkraft für Lagerlogistik hilft man beim Sortieren der Warenbestellungen, welche an den Kunden geliefert werden. Ähnliche Aufgaben fallen auch einem Lagerhelfer zu. Produktionshelfer am Fließband bestücken Verpackungen mit den hergestellten Produkten. Solch eine Tätigkeit ist typisch für die Pharma- oder Lebensmittelindustrie. Nach dem Bestücken der Verpackung wird die Ware dem Weitertransport überantwortet. 

Im Bereich der Qualitätskontrolle steht die Überwachung der Maschinen im Vordergrund. Die technischen Geräte werden einer Kontrolle unterzogen, um eventuelle Materialschäden oder Defekte zu erkennen. Die Helfer bedienen die Maschinen, prüfen ihre Funktion und leiten Maßnahmen zur Behebung von technischen Störungen ein. 

Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen 

Zwischen den unterschiedlichen Arbeitsbereichen lässt sich nicht in allen Betrieben eine strikte Trennung vornehmen. Maschinenbediener übernehmen Montagetätigkeiten, indem sie Bauteile zusammenfügen und aus ihnen Produkte anfertigen. Die fertiggestellten Waren werden an einen Kollegen aus der Abteilung für den Transport weitergeleitet. 

Voraussetzungen und Qualifikationen 

Dem Job als Produktionshelferin oder Produktionshelfer geht keine Ausbildungszeit voraus. Berufseinsteiger werden im Betrieb eingearbeitet. Über die erforderlichen Qualifikationen (Schulabschluss etc.) entscheidet der Arbeitgeber. Vorkenntnisse und praktische Erfahrungen sind vorteilhaft, aber keine Voraussetzung für den Beruf. 

Grundlegende Anforderungen 

Die notwendigen Anforderungen liegen primär bei den Fähigkeiten und Fertigkeiten, welche im Beruf als Produktionshelfer verlangt werden. Neben einer stabilen körperlichen und seelischen Verfassung ist ein Interesse an Technik erforderlich. Die grundsätzliche Bereitschaft zur Arbeit im Team wird von zukünftigen Arbeitgebern ebenfalls erwartet. 

Wichtige Fähigkeiten und Kompetenzen 

Konzentration, Zuverlässigkeit, Belastbarkeit sowie eine gewissenhafte Arbeitsweise sind wichtige Soft Skills. Die sachgerechte Bedienung der Maschinen setzt Grundkenntnisse von Technik voraus. Solche fachlichen Kenntnisse werden im Rahmen der Einarbeitung erworben. Ein grundlegendes Verständnis von technisch betriebenen Anlagen stellt sich während der Einarbeitungszeit jedoch als vorteilhaft heraus. 

Die Qualität der ausgeführten Arbeiten zeigt sich an den Gütern, welche nach der Herstellung an Kunden oder andere Konzerne geliefert werden. Der Hersteller verlässt sich auf die Qualifikationen seiner Mitarbeiter. Sie richten sich nach seiner Vorgabe und setzen den Arbeitsauftrag seinen Wünschen entsprechend um. 

Bei den täglichen Arbeiten in der Produktion sind Berufserfahrungen (Industrie, Montage etc.) ein Pluspunkt für den Arbeitnehmer. Mit diesem wertvollen Vorwissen gelingt der Einstieg in den neuen Beruf wesentlich leichter. Eine notwendige Voraussetzung sind solche spezifischen Kenntnisse allerdings nicht - jede und jeder Stellensuchende hat die Möglichkeit, sich als Fachkraft in der Produktion zu bewerben. 

Ausbildung

Anstelle einer Lehre im herkömmlichen Sinn geht dem Beruf als Produktionshelfer oder Produktionshelferin eine Einarbeitungsphase voraus. In dieser Zeit lernt der neue Mitarbeiter die Abteilungen mitsamt ihren jeweiligen Aufgabenbereichen kennen. Während der Einarbeitung durchläuft man verschiedene Abteilungen, um direkte Einblicke in die betrieblichen Prozesse zu bekommen.

Gehalt: Was verdienen Produktionshelfer?

Die Höhe des Lohns für Produktionshelferinnen und Produktionshelfer ist nicht einheitlich geregelt. Es gibt Gehaltsunterschiede, die je nach Region und Branche unterschiedlich hoch ausfallen. Der Einfluss von Erfahrung und Qualifikation schlägt sich ebenfalls in der Höhe des Gehalts nieder. 

In Deutschland liegt das durchschnittliche Gehalt für Fachkräfte bei rund 2.080 Euro im Monat. Das Alter des Arbeitnehmers hat entscheidende Auswirkungen auf den monatlich ausgezahlten Betrag. Produktionshelfer und Produktionshelferinnen mit einem Alter von 35 Jahren erhalten im Schnitt 2.140 Euro pro Monat. Bei 45-jährigen Arbeitnehmern beträgt der Monatslohn ungefähr 2.100 Euro. 

Die durchschnittliche Bezahlung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben der Berufserfahrung des Arbeitnehmers haben der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben oder auch die Größe des Unternehmens einen signifikanten Einfluss auf die monatlichen Gehälter. Über zusätzliche Zahlungen wie Urlaubsgeld entscheidet der Vorgesetzte. 

Karrierechancen und Entwicklungsmöglichkeiten

Nach der Ausbildung hat man als Produktionshelferin oder Produktionshelfer folgende Einstiegsmöglichkeiten: 

Unternehmen aus dem Sektor der Lebensmittelproduktion stellen Produktionshelfer ein. Darüber hinaus findet eine Fachkraft für Lagerlogistik in Bereichen wie der Automobilindustrie oder der Qualitätskontrolle eine feste Anstellung

Bei den Aufstiegschancen und Karrierewegen wird zwischen der Fortsetzung der beruflichen Tätigkeit und dem Wechsel in eine andere Branche differenziert. Viele ausgebildete Produktionshelfer sind eine Zeit lang in ihrem Ausbildungsbetrieb tätig. Andere Fachkräfte ziehen eine berufliche Neuorientierung unmittelbar nach der Ausbildung in Erwägung. 

Die Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten stehen im Verhältnis zu den Zielen des Arbeitnehmers sowie zu den Kapazitäten des Betriebs. Ein Gabelstaplerführerschein eröffnet neue berufliche Wege. Der Erwerb des Führerscheins ist in der Regel mit zusätzlichen Kosten verbunden, sofern der Arbeitgeber nicht für die anfallenden Gebühren aufkommt. Als Gabelstapler transportiert man die Güter in eine andere Abteilung, wo die Produktion fortgesetzt wird. Daneben sind ausgebildete Fachkräfte im Lager tätig: Sie verladen die Produkte in ihren Verpackungen und sortieren sie in der Lagerhalle. 

Als Produktionshelfer gibt es verschiedene berufliche Aufstiegsmöglichkeiten, die zu neuen Verantwortungsbereichen und besseren Verdienstmöglichkeiten führen können. Hier sind einige Berufe, in die Produktionshelfer mit entsprechnder Aus- oder Weiterbildung aufsteigen können:

  1. Schichtführer: Verantwortlich für die Leitung und Koordination einer Produktionsschicht, einschließlich der Überwachung der Produktionsmitarbeiter und der Einhaltung von Produktionsplänen.

  2. Qualitätsprüfer: Zuständig für die Kontrolle und Sicherstellung der Produktqualität durch Durchführung von Tests und Inspektionen.

  3. Maschinenführer: Bedienung und Wartung spezifischer Maschinen innerhalb der Produktion, oft mit spezialisierter Schulung.

  4. Fachkraft für Lagerlogistik: Übernimmt erweiterte Aufgaben im Lager, einschließlich der Organisation und Verwaltung von Lagerbeständen und des Warentransports.

  5. Gabelstaplerfahrer: Transport von Waren innerhalb des Lagers und der Produktion, oft nach Erwerb eines speziellen Führerscheins.

Vor- und Nachteile des Berufs

Der Beruf des Produktionshelfers oder der Produktionshelferin bietet viele Vorteile, geht aber auch mit Herausforderungen einher. Bei der Stellensuche empfiehlt sich eine kritische Betrachtung der Argumente, die für oder gegen die Ergreifung des Berufs sprechen: 

Vorteile

  • Produktionshelferinnen und Produktionshelfer sind in verschiedenen Bereichen einsetzbar
  • Dem Job als Produktionshelfer geht keine mehrjährige Ausbildungsphase voraus
  • Nach der Einarbeitung steht es den Fachkräften frei, an weiterbildenden Maßnahmen teilzunehmen und sich auf einen anderen Bereich im Unternehmen oder in der Branche zu spezialisieren
  • Der Job des Produktionshelfers steht allen Arbeitnehmern offen - Vorkenntnisse oder bestimmte Zertifikate werden nicht verlangt

Herausforderungen und Nachteile 

  • Zuschläge wie Weihnachts- und Urlaubsgeld hängen vom Arbeitgeber ab
  • Die Tätigkeit als Produktionshelferin oder Produktionshelfer ist mit einem hohen Maß an Stress verbunden
  • Der Umgang mit Produktionsmaschinen erfordert oft technisches Fachwissen
  • Im Mehrschichtbetrieb sind Arbeitszeiten während der Nachtstunden und an den Wochenenden üblich
  • Die Arbeit am Fließband setzt ein besonderes Maß an Flexibilität voraus 

Als Helfer im Produktionsbetrieb ist man eine Verstärkung für das gesamte Team. Diese Position geht sowohl mit Chancen als auch mit Anforderungen einher. Eine Gegenüberstellung der Vorteile, Nachteile und Herausforderungen hilft bei der Überlegung, ob der Job als Produktionshelfer eine Option ist. 

Arbeitsmarkt und Stellenangebote

Auf stellenmarkt.de finden Produktionshelferinnen und Produktionshelfer eine Übersicht mit offenen Stellen, welche ihrem beruflichen Profil entsprechen. 

Durch die Eingabe von Stichworten lässt sich eine gezielte Eingrenzung der Stellenangebote vornehmen. Suchbegriffe wie Jobs Produktionshelferin, Produktionshelfer für Verarbeitung von Materialien oder Produktion und Montagetätigkeiten grenzen die verfügbaren Jobs bei der Recherche ein. 

Nach der Kontaktaufnahme mit dem Betrieb und dem Übersenden aller erforderlichen Unterlagen für die Bewerbung beginnt das Auswahlverfahren. Wer als Kandidat für die unbesetzte Stelle als Produktionshelfer in die engere Wahl kommt, wird zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen oder erhält direkt eine Zusage.

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