Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik - ein Beruf mit besten Zukunftsaussichten

Wenn es um Berufe mit Zukunft geht, ist auf jeden Fall der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik zu nennen, den wir auch als Installateur oder guten, alten Klempner kennen. Was einst mit einem “dreifach Hoch” besungen wurde (“Ich bin Klempner von-Beruf …”), erfordert heute eine erhebliche Qualifikation. Erfahren Sie hier, welche Tätigkeiten und welche Ausbildung dazugehören.

Was macht der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik?

Der moderne Installateur ist wie eh und je mit den im Berufsbild genannten Anlagen befasst, doch er sorgt auch dafür, dass erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Zudem baut er inzwischen neben Wasser- auch Luftversorgungssysteme, ist an der Installation von Solaranlagen beteiligt (dafür gibt es allerdings auch den Spezialberuf des Solarteurs) und errichtet sparsame Heizungsanlagen auf Pelletbasis in Privathäusern und Firmengebäuden, die den Rohstoff Holz zur Energiegewinnung optimal ausnutzen.

Dazu gehört eine erhebliche und genaue Planung, doch das lässt sich über alle modernen Berufe mit Zukunft sagen. Die Gebäudetechnik des 21. Jahrhunderts in den Bereichen Klima und Heizung wird elektronisch gesteuert und ins Smart Home integriert.

Für die Planung müssen die Anlagenmechaniker zunächst das betreffende Gebäude inspizieren und dann mithilfe von technischen Zeichnungen, Rohrleitungs- und Kanalplänen sowie Bauzeichnungen des Auftraggebers die Arbeitsschritte planen. Hierfür ist eine enge Abstimmung nicht nur mit den eigenen Kollegen, sondern auch mit den Beschäftigten aus anderen Gewerken erforderlich. Auch ist der Bedarf an Material und Bauteilen genau zu berechnen. Maschinen und Werkzeuge müssen ausgewählt werden, erst dann kann die Arbeit beginnen.

Installation und Montage

Beim Heizungsbau stellen die Anlagenmechaniker einen Heizkessel im Keller auf, montieren die Heizkörper und installieren die Leitungen (Heiz- und Wasserkreislauf). Hierzu gehören gute handwerkliche Fähigkeiten. Die Rohre sind auf die erforderliche Länge zuzusägen, danach werden sie gebogen, um unauffällig und mit optimaler Länge die Medien im Haus zu transportieren.

Danach erfolgt die Montage mit Verschweißen, Löten oder Kleben der Rohrteile. Diese müssen absolut dicht sein, was der Anlagenmechaniker per Dichtigkeitsprüfung und mit Messgeräten kontrolliert. Nach der Montage der Rohre werden der Kessel und das Rohrnetz miteinander verbunden. Bei den computergesteuerten Heizungsanlagen sind MSR-Einrichtungen zu installieren (Mess-, Steuer- und Regeltechnik). Auch die Programmierung übernehmen die Anlagenmechaniker.

Zum Schluss erfolgt die Kontrolle der gesamten Anlage, auch ist der Kunde einzuweisen. Die Installation von Klima- und Sanitäranlagen kann ähnlich aufwendig ausfallen.

Koppelung mit Solartechnik und Wärmepumpe

Heutige versorgungstechnische Systeme lassen sich mit Solaranlagen (für Heizung und Warmwasser: Solarthermie) und mit Wärmepumpen koppeln. Wenn das der Fall ist, installieren die Anlagenmechaniker nötigenfalls auch diese Anlagen, wenn nicht ein Solarteur diese Aufgabe übernimmt. In diesem Fall wäre eine enge Abstimmung erforderlich.

Wartungs- und Reparaturarbeiten

Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik warten und reparieren auch die Anlagen ihrer Kunden. Bauteile und Anschlüsse verschleißen und können auch durch äußere Einflüsse beschädigt werden. Die turnusmäßigen Kontrollen erfolgen jährlich. Dabei werden die Anlagen ausgemessen, um einem Verschleißschaden vorzubeugen, auch wenn er aktuell noch nicht sichtbar ist.

Wenn eine Reparatur erforderlich ist, muss die Anlage zunächst abgeschaltet und nach der Reparatur wieder in Betrieb gesetzt werden. Kunden wünschen zu Reparaturen vorab eine verlässliche Kostenkalkulation.

Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

Der Beruf ist in Deutschland ein im dualen System vermittelter, staatliche anerkannter Ausbildungsberuf mit dreijähriger Lehrzeit in der Berufsschule und in einem Lehrbetrieb. In der Berufsschule werden physikalische, mathematische, technische und rechtliche Grundlagen vermittelt. Ausbildungsfächer und -inhalte sind unter anderem:
 

  • Metallbearbeitung
  • Planung, Lesen von technischen Zeichnungen und Bauplänen
  • Physik und Bauphysik
  • Baugruppen
  • Fertigung von Bauelementen
  • erneuerbare Energien


Zu den betrieblichen Ausbildungsinhalte gehören die Installation der Anlagen, ihre Inbetriebnahme, Reparaturen, Wartung, Arbeitsabläufe, Auftragsbearbeitung und Kundenkommunikation.

Autor: Dr. Hans-Peter Luippold

Dr. Hans-Peter Luippold studierte Betriebswirtschaft in Freiburg und Köln und sammelte als Führungskraft bei Daimler, Volkswagen, Lufthansa, Wella und Vorwerk Erfahrungen in allen wesentlichen Unternehmensbereichen. Seit April 2000 ist er als Unternehmens- und Personalberater in Frankfurt am Main tätig. Er hält regelmäßig Vorträge und lehrt zu den Themen Erfolg und Karriere. Vernetzen Sie sich mit ihm über Xing und Facebook.

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