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Angestellter: Was macht man in diesem Beruf?

Unter einem Angestellten wird ein Arbeitnehmer verstanden, der vorwiegend geistige Arbeit verrichtet. Auch wenn die Unterscheidung heute meistgehend verschwunden ist – früher war damit ein sozialer Status verbunden, der den Angestellten vom Arbeiter und Beamten unterschied. Auch die Art der Lohnzahlung und der Kündigungsmodalitäten sowie Sozialversicherungsträger waren verschieden. Letzte Differenzierungen dieser Art wurden 2005 abgeschafft.

Auch wenn solche Unterscheidungen gesetzlich verschwunden sind, so bleibt doch die allgemeine Auffassung bestehen, nach der kaufmännisch bzw. büromäßige Arbeiten von kaufmännischen Angestellten, technische Arbeiten wie beispielsweise die eines Physikers von technischen Angestellten zu verrichten sind, während Arbeiter eine vorwiegend körperliche Arbeit erledigen (Baufacharbeiter beispielsweise).

Außerdem werden in manchen Unternehmen die Angestellten unterschieden nach leitenden Angestellten, (wie Prokuristen), außertariflich Angestellten (individueller Arbeitsvertrag außerhalb des Tarifrechts) sowie übertariflich Angestellte, die mindestens 30% mehr Gehalt bekommen, als sie nach Tarifgruppe erhalten müssten.

Die Bezeichnung „Angestellter“ gibt es sowohl in der Privatwirtschaft als auch im öffentlichen Dienst. Letztere haben die Unterscheidung zwischen Arbeiter und Angestellten ebenfalls abgeschafft, und sprechen nun von Beschäftigten bzw. Arbeitnehmern, wobei Beamte, Richter und Soldaten nicht zu dieser Gruppe gehören.

In den letzten fünf Jahren, so besagt die Statistik, hat sich die Menge der Arbeiter (mit überwiegend körperlicher Arbeit) zu Gunsten der Angestellten (vorwiegend geistige Arbeit) verringert. Mehr als die Hälfte aller Erwerbstätigen sind Angestellte, wobei ungefähr ein Viertel Arbeiter ist und rund 10% Selbstständige. Circa 5% begleiten den Status eines Beamten.

Durch die zunehmende Automatisierung, die mit der Entwicklung von Computer und Software weiter voranschreitet, sind auch viele Positionen von Mitarbeitern in der Produktion zunehmend in die mehr geistige Arbeit als in Körperliche einzuordnen. So werden computergesteuerte Maschinen und Roboter überwacht und programmiert, wo noch vor einigen Jahren selbst schwere körperliche Arbeit verrichtet werden musste. Aus diesem Grund ist mit einem weiteren Rückgang der „Arbeiter“ zu rechnen.