Was Recruiter wirklich sehen, wenn sie dein LinkedIn-Profil stalken

Was Recruiter wirklich sehen, wenn sie dein LinkedIn-Profil stalken

Professionell bewerben | 02.04.2025

Du denkst, dein LinkedIn-Profil ist nur ein digitaler Lebenslauf? Falsch gedacht! Wenn Recruiter dein Profil besuchen, passiert im Hintergrund mehr, als du denkst. In diesem Artikel zeige ich dir, worauf Personaler wirklich achten – und wie du mit ein paar smarten LinkedIn Profil Tipps dein Profil auf Hochglanz bringst. Perfekt für alle Berufseinsteiger:innen, die sich abheben wollen.

Das Wichtigste auf einen Blick

🔎 In diesem Artikel erfährst du:

  • Was Recruiter auf LinkedIn wirklich sehen – und worauf sie heimlich achten.
  • Wie du dein Profil als Berufseinsteiger:in optimierst – mit konkreten Beispielen.
  • Welche Keywords du brauchst, um in der Suche aufzutauchen (inkl. Erklärung).
  • Wie du mit Aktivität und Persönlichkeit punktest – auch ohne Berufserfahrung.
  • Ein Vorher-Nachher-Profil, das zeigt, wie's geht.

LinkedIn: Mehr als ein Online-Lebenslauf

LinkedIn ist längst nicht mehr nur ein Tool für Manager in Anzug und Krawatte. Die Plattform ist für viele Unternehmen der erste (und manchmal einzige) Anlaufpunkt, um neue Talente zu entdecken. Das heißt: Dein Profil ist deine digitale Visitenkarte – und oft der erste Eindruck, den ein potenzieller Arbeitgeber von dir bekommt.

Pro-Tipp: Personalverantwortliche scannen im Schnitt nur 6 Sekunden dein Profil. Zeit für den Wow-Effekt hast du also nicht viel.

Was sehen Recruiter wirklich auf deinem Profil?

📷 Profilbild & Hintergrundbild

Ein professionelles, sympathisches Foto wirkt Wunder. Kein Urlaubsbild, kein Selfie, bitte! Auch das Headerbild kannst du nutzen, um deine Persönlichkeit oder dein Fachgebiet zu unterstreichen.

🔹 Die Headline (Slogan)

Hier steht oft einfach nur "Student:in der BWL" – verschenktes Potenzial! Nutze diesen Bereich, um Neugier zu wecken: "Werkstudentin Marketing | Social Media Creator mit Hands-on-Mentalität" wirkt gleich viel stärker.

Weitere Beispiele für starke Headlines:

  • BWL-Student | Fokus: Controlling & Datenanalyse | Excel-Profi mit Teamgeist
  • Nachwuchs-Personalmanagerin | Empathisch. Strukturiert. Lernbereit.
  • IT-begeisterter Werkstudent | Java, Python & Clean Code Lover
  • Mediengestalterin in Ausbildung | Storytelling & visuelles Denken
  • Berufseinsteiger Vertrieb | Kommunikationsstark & kundenorientiert

📄 Der "Info"-Bereich (About Me)

Hier erzählst du deine Story: Wer bist du? Was treibt dich an? Welche Erfahrungen bringst du mit? Halte es klar, strukturiert und gern mit ein bisschen Persönlichkeit. Recruiter lesen gerne zwischen den Zeilen.

Beispiele für einen gelungenen Info-Text:

➡️ "Hi, ich bin Jonas – leidenschaftlicher Wirtschaftsinformatiker und neugierig auf alles rund um digitale Geschäftsmodelle. Neben dem Studium habe ich bereits als Werkstudent in der IT-Beratung gearbeitet und spannende Einblicke in agile Projektarbeit gesammelt. Ich liebe es, komplexe Themen verständlich zu machen und freue mich auf den Austausch mit Gleichgesinnten!"

➡️ "Als kreative Allrounderin mit Organisationstalent habe ich im Studium und meinen Nebenjobs gelernt, wie wichtig Teamarbeit, Struktur und Eigeninitiative sind. Aktuell studiere ich Kommunikationsdesign und suche nach spannenden Projekten im Bereich Social Media & Branding. Ich glaube an visuelles Storytelling, gute Ideen und mutige Umsetzungen."

Der Info-Bereich ist dein Elevator Pitch – aber in freundlich und persönlich. Schreib wie du sprichst, zeig dich offen, und vergiss nicht: Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern greifbar.

🌟 Berufserfahrung & Projekte

Nicht nur deine Titel zählen, sondern auch wie du deine Aufgaben beschreibst. Stichpunkte mit konkreten Ergebnissen helfen hier enorm. Hast du z. B. "Instagram-Reichweite um 40 % gesteigert"? Rein damit!

🔍 Skills & Bestätigungen

Deine Top Skills sollten strategisch gewählt sein. Tipp: Verwende Begriffe, nach denen Recruiter suchen (z. B. "Projektmanagement", "SEO", "Excel" statt "Kreativität").

Weitere Beispiele für gute, suchrelevante Skills – auch außerhalb klassischer Jobs:

  • Datenanalyse, Power BI, Tableau
  • Salesforce, HubSpot, CRM-Systeme
  • WordPress, HTML, UX Design
  • Social Media Strategie, Video Editing, Copywriting
  • SAP, Rechnungswesen, DATEV
  • Kommunikation, Konfliktlösung, Moderation
  • Zeitmanagement, Eigenverantwortung, Zielorientierung
  • Fremdsprachen (z. B. Englisch C1, Französisch B2)
  • Kundenzufriedenheit, Serviceorientierung
  • Nachhaltigkeitsmanagement, CSR-Grundlagen

Tipp: Wähle 5–10 Skills aus, die zu dir und deinen Zielen passen. Du kannst sie auch regelmäßig anpassen – je nachdem, auf welche Stellen du dich bewirbst.

📅 Aktivität

Likes, Kommentare, geteilte Inhalte – Recruiter schauen sich an, ob du aktiv bist. Das zeigt: Du interessierst dich für dein Fachgebiet und vernetzt dich.

Warum ist das wichtig? LinkedIn lebt vom Austausch. Wenn du regelmäßig Beiträge kommentierst, Fachartikel teilst oder selbst Content postest, wirkst du engagiert und up-to-date. Das kann den entscheidenden Unterschied machen – besonders in Branchen, in denen digitale Kommunikation und Vernetzung wichtig sind.

Tipp: Schon ein wöchentlicher Kommentar oder ein geteilter Artikel kann reichen, um dein Profil sichtbar und interessant zu halten.

Okay – du weißt jetzt, worauf es ankommt. Aber wie setzt du das ganz konkret um? Let’s go!

LinkedIn Profil Tipps für Berufseinsteiger

📊 1. Keyword-Optimierung

Stelle sicher, dass du relevante Begriffe in deinem Profil verwendest. Diese Keywords helfen dir, bei der LinkedIn-Suche besser gefunden zu werden.

Was bedeutet das genau? LinkedIn funktioniert – ähnlich wie Google – mit einer Suchfunktion. Recruiter geben dort Begriffe ein wie z. B. „Werkstudent Marketing“, „Java Entwickler“ oder „Excel Kenntnisse“. Wenn diese Begriffe in deinem Profil auftauchen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du in den Suchergebnissen auftauchst.

Beispiel: Statt nur „Ich habe in einer Agentur gearbeitet“, schreib lieber: „Werkstudentin im Online-Marketing mit Fokus auf Social Media, Content Creation und SEO“ – das sind alles Keywords, nach denen gesucht wird.

Tipp: Nutze auch die Stellenanzeigen, die dich interessieren, als Keyword-Quelle. Dort findest du genau die Begriffe, die du in deinem Profil aufnehmen kannst – natürlich nur, wenn sie wirklich zu dir passen.

📝 2. Schreib in der Ich-Form

Das wirkt nahbar und authentisch – gerade bei Berufseinsteiger:innen ein echter Pluspunkt.

✨ 3. Social Proof nutzen

Lass dir Skills bestätigen und bitte ehemalige Kolleg:innen oder Ausbilder:innen um kurze Empfehlungen. Das wirkt glaubwürdig und schafft Vertrauen.

🚀 4. Zeig, was dich ausmacht

Ein interessanter Werdegang, Ehrenamt, Nebenjob oder kreative Projekte? Geh damit raus! Auch als Berufseinsteiger:in hast du mehr zu bieten, als du denkst.

Beispiele:

  • Du hast einen Food-Blog oder Instagram-Kanal mit eigener Community aufgebaut? Perfekt für Marketing- oder Content-Jobs!
  • Du hast im Ehrenamt eine Jugendgruppe geleitet? Zeigt Verantwortung, Organisation und Soft Skills.
  • Du hast nebenbei Webseiten mit WordPress gebaut? Auch wenn's nur für Freunde war – rein ins Profil!
  • Du hast bei einer Nachhaltigkeitsinitiative an der Uni mitgewirkt? Super für alle mit Fokus auf Umwelt und CSR.
  • Du hast in der Gastro gearbeitet? Hier zählen Stressresistenz, Kundenumgang und Teamarbeit.

👉 Alles, was zeigt, wie du tickst, was du kannst und was dich motiviert, kann spannend für Recruiter sein – selbst wenn es nicht direkt im Lebenslauf steht.

🧡 5. Regelmäßig aktiv sein

Kommentiere spannende Beiträge, teile Inhalte aus deinem Fachbereich oder berichte selbst aus deinem Alltag. So bleibst du sichtbar und relevant.

Beispiele für Aktivität auf LinkedIn:

  • Kommentiere einen Beitrag über neue KI-Tools mit deiner Meinung oder einer eigenen Erfahrung.
  • Teile einen interessanten Artikel zur Generation Z im Arbeitsmarkt und schreibe kurz dazu, warum er dir gefällt.
  • Poste ein eigenes Update: z. B. dein Fazit nach dem ersten Monat im neuen Job oder Eindrücke von einem Workshop.

Tipp: Es geht nicht darum, jeden Tag präsent zu sein – aber ein bis zwei Aktivitäten pro Woche halten dein Profil frisch und zeigen, dass du im Thema bist.

Der Blick hinter die Kulissen: So ticken Recruiter

Personalverantwortliche nutzen LinkedIn nicht nur zur aktiven Suche, sondern beobachten oft passiv. Das heißt: Auch wenn du keine Nachricht bekommst, kann dein Profil wirken. Viele schauen z. B. auf Gemeinsamkeiten (gleiche Uni, Stadt, Interessen), auf Aktivität oder auf ein durchdachtes Gesamtbild.

Und ganz ehrlich? Ein unvollständiges oder lieblos befülltes Profil ist ein No-Go – gerade, wenn du dich für Positionen im digitalen Umfeld bewirbst.

Beispiel: LinkedIn Profil – Vorher & Nachher

🔴 Vorher:

Name: Laura M. Profilbild: Selfie im Auto
Slogan: Studentin der Betriebswirtschaftslehre
Info: – leer –
Berufserfahrung: Aushilfe im Einzelhandel (ohne Beschreibung)
Skills: Teamfähigkeit, Kreativität, MS Office

✅ Nachher:

Name: Laura Meyer
Profilbild: Professionelles Porträt mit neutralem Hintergrund
Slogan: BWL-Studentin | Werkstudentin im Online-Marketing | Fokus: Social Media & Content Creation
Info: "Hi, ich bin Laura! Ich studiere BWL und arbeite nebenbei als Werkstudentin im Marketing. Social Media, datengetriebenes Denken und kreative Strategien begeistern mich. Ich liebe es, Ideen zum Leben zu erwecken – digital & authentisch."
Berufserfahrung:

  • Werkstudentin Marketing, Agentur XYZ: Erstellung von Social-Media-Content, Planung von Redaktionsplänen, Community Management
  • Aushilfe im Einzelhandel, Store ABC: Kundenberatung, Kassentätigkeit, Visual Merchandising

Skills: Social Media Marketing, Content Creation, Canva, SEO-Grundlagen, Projektmanagement

Was sich im Recruiting ändert – und was das für dich bedeutet

Recruiting wird immer digitaler. Statt dicker Bewerbungsmappen zählen heute schnelle Eindrücke, Persönlichkeit und digitale Sichtbarkeit. Dein LinkedIn-Profil ist also mehr als ein Nice-to-have – es ist dein Karrieresprungbrett.

Wichtig: Recruiter suchen nicht nach dem perfekten Lebenslauf, sondern nach passenden Menschen. Und genau das kannst du über dein Profil zeigen.

Fazit: Dein LinkedIn-Profil ist deine digitale Bühne

LinkedIn bietet dir als Berufseinsteiger:in die Chance, dich von Anfang an smart zu positionieren. Mit den richtigen LinkedIn Profil Tipps, einem authentischen Auftritt und etwas Aktivität wirst du für Recruiter nicht nur sichtbar, sondern interessant.

Also: Profil checken, anpassen und raus damit in die (digitale) Welt!

Hast du dein Profil schon gecheckt?

👉 Nützlicher Link: Keyword-Suche mit dem kostenlosen Tool "Answer the Public" – perfekt, um passende Begriffe für dein Profil zu finden! 👉 Noch mehr Einblicke gibt's auf  unserem Insta-Kanal stellenmarkt_de und auf Tiktok @stellenmarktde

Marie

Autor: Marie

Marie ist 24 Jahre alt und lebt für Social Media! Nach ihrer Ausbildung und über einem Jahr Berufserfahrung studiert sie jetzt BWL und ist als Werkstudentin Teil unseres Social Media Teams.  Mit ihrer Erfahrung als Content Creator kennt sie sich bestens mit Social Media und digitalem Marketing aus. Als Workfluencerin auf unter anderem TikTok  und Instagram , teilt sie auf ihre eigene Art und Weise authentische Einblicke in die Arbeitswelt, Karriere-Hacks und Jobtrends  - ungeschönt, ehrlich und immer mit einem Augenzwinkern. 🚀

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