Die Bedeutung der sozialen Berufe

Soziale Berufe werden von den Arbeitgebern sehr stark nachgefragt. Ein sehr hoher Bedarf besteht an examinierten Pflegekräften, der Arbeitsmarkt dürfte in diesem Bereich auf längere Sicht unausgelastet bleiben. Erfahren Sie in diesem Beitrag, welche beruflichen Chancen sich dadurch aktuell im Gesundheits- und Sozialwesen ergeben.

Soziale Berufe in den Bereichen Erziehung und Bildung

Diese klassischen Ausbildungsberufe erleben schon seit Jahren eine hohe Konjunktur. Ihre Besonderheit besteht darin, dass sie die Arbeit mit Menschen im Fokus haben und daher sehr vielfältig sind. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich, verlangt aber auch eine hohe Flexibilität und Belastbarkeit.

In den Bereichen Erziehung und Bildung werden die Jobaussichten für Beschäftigte dadurch begünstigt, dass immer mehr Frauen in Vollzeit arbeiten. Sie benötigen daher eine Vollzeitbetreuung für ihre Kinder.

Ausgezeichnete Berufschancen ergeben sich für unter anderem für sozialpädagogische Assistenten, Erzieher und Förderlehrer. Letztere unterstützen den Schulunterricht, indem sie auf spezielle Bedürfnisse von einzelnen Kindern mit bestimmten Schwächen eingehen. Eine Ausbildung zum Förderlehrer erfordert den mittleren Schulabschluss und dauert drei Jahre, an die sich ein zweijähriges Praktikum anschließt.

Erzieher werden ebenso nach einem mittleren Schulabschluss über drei Jahre ausgebildet. Sie arbeiten anschließend in Kindergärten, Heimen und Kinderkrippen. Auch außerhalb von Schulen und Kindergärten sind Pädagogen als Sprech-, Atem- und Stimmlehrer tätig. Dabei arbeiten sie pädagogisch und therapeutisch zugleich. Sie wenden musisch und künstlerisch orientierte Methoden an. Hierfür ist ebenfalls eine dreijährige Ausbildung erforderlich.

Pflegeberufe

Durch den demografischen Wandel in den entwickelten Industrienationen wird die Pflege und Betreuung von älteren Menschen immer wichtiger. Es besteht ein Mangel an Fachkräften in Pflegeberufen, der schon vor einiger Zeit zum Begriff des Pflegenotstands geführt hat.

Die Bundesregierung hat daher 2018 beschlossen, mehr Geld für diesen Bereich bereitzustellen und zusätzliche Stellen für Pflegekräfte zu schaffen. Wer sich für so einen Beruf entscheidet, muss sich um seine berufliche Zukunft nicht sorgen. In der Pflege sind wie im gesamten Gesundheits- und Sozialwesen verschiedene Spezialisierungen möglich.

Ausbildung in sozialen Berufen

Die Grundvoraussetzung für eine Ausbildung ist ein Hauptschulabschluss, für einige Berufsgruppen wird die Mittlere Reife erwartet. Gängige Ausbildungen dauern zwei Jahre. Ausbildungsberufe sind unter anderem:

  • PflegehelferIn
  • Sozialhelfer
  • Sozialassistenz
  • sozialpädagogische Assistenz
  • Sozialbetreuer

Ein typischer Arbeitsplatz wäre unter anderem die Assistenz von Kinderkrankenschwestern. Auch in Kinderkrippen und in Altenheimen werden diese Berufstätigen angestellt.

Was machen Pflegekräfte?

Pflegekräfte sind in verschiedenen Bereichen tätig. Kinder-, Alten-, Kranken- und Gesundheitspfleger gehören dazu. Eine Ausbildung in so einem Pflegeberuf dauert 3,5 Jahre. Sie erfordert entweder einen Hauptschulabschluss mit Berufserfahrung oder einen mittleren Bildungsabschluss.

Den Pflegekräften schreibt man aufgrund des hohen Bedarfs eine aussichtsreiche Zukunft zu. Es existieren einige Vorurteile gegen solche Berufe wie etwa eine zu geringe Bezahlung bei sehr hoher Arbeitsbelastung. Allerdings handelt es sich um vielschichtige Jobs. Sie verlangen zwar in der Tat eine hohe Stressresistenz, bieten aber auch viel, weil die Arbeit mit den Menschen sehr erfüllend sein kann. Neben der Pflege verabreichen Krankenpfleger auch Medikamente und dokumentieren die Pflegeabläufe.

Der Mangel an Pflegerinnen und Pflegern lässt sich an Zahlen ablesen. Nach aktuellen Studien beklagen fast 40 Prozent aller Kliniken ihre Besetzungsschwierigkeiten in diesem Bereich, besonders die großen Kliniken sind davon betroffen. Dieser Fachkräftemangel, der das gesamte Gesundheits- und Sozialwesen betrifft, wird in den kommenden Jahren noch drastisch zunehmen. Das ist eine Chance für junge Leute, die aktuell nach einem Ausbildungsplatz suchen. Nach der Entscheidung für einen in der Pflege angesiedelten Beruf können sich die Fachkräfte auf einen sicheren Arbeitsplatz verlassen. Darüber hinaus eröffnen soziale Berufe gewisse Karrieremöglichkeiten.

Welche Gehälter werden in diesem Bereich gezahlt?

Das Einkommensniveau ist bei Berufseinsteigern vergleichsweise niedrig. Eine examinierte Pflegekraft verdient je nach spezieller Ausbildung, Arbeitgeber und Region rund 2.050 bis 2.770 Euro Grundgehalt. Es sind allerdings Schichtzulagen hinzuzurechnen.

Bookmark setzen bei: Twitter Bookmark setzen bei: Facebook Bookmark setzen bei: XING Bookmark setzen bei: Google+ Bookmark setzen bei: LinkedIn